Ölpreis: Alles blickt nach St. Petersburg

24.07.17 • 10:58 Uhr • HeizOel24 News • Oliver Klapschus

Die Öl- und Heizölpreise sind mit Abschlägen in die neue Woche gestartet. Bereits am Freitag machte sich Verkaufsdruck an den Rohstoffbörsen breit, der sich über das Wochenende hinaus fortsetzt. Die Inlandspreise für Heizöl fallen um durchschnittlich 0,6 Cent bzw. Rappen je Liter und verbleiben im Seitwärtstrend.

Das bestimmende Ölmarkt-Thema am heutigen Montag und wahrscheinlich sogar in der gesamten Woche wird neuerlich die OPEC sein. Heute trifft sich das Ölkartell mit wichtigen Nicht-OPEC-Staaten (u.a. Russland) in St. Petersburg, um über das aktuelle Markgeschehen zu beraten. Die Übereinkunft aus dem Frühjahr, bei der künstlichen Angebotsverknappung an einem Strang zu ziehen, bedarf einer Erneuerung, sonst könnte der preisstützende Effekt ins vollends verpuffen und sogar ins Gegenteil umschlagen. Allzu groß ist das Vertrauen der Börsianer in die Einigkeit der Ölmultis offenbar nicht. Wie schwierig es ist, den Zielkonflikt aus Preisstabilität und Erlösabhängigkeit zu meistern, zeigt die Praxis. Unlängst scheiterte Venezuela am Spagat, den Ölausstoß trotz dringend benötigter Petrodollars zu drosseln. Ergebnis: Bereits im Vorfeld des St. Petersburger Treffens gerät der Ölpreis mächtig unter Druck und die OPEC plant bereits ein zweites Treffen am Donnerstag. Am traditionellen Stammsitz in Wien geht das organisationsübergreifende Treffen vom Montag in eine interne Verlängerung.

Heizölkunden sollten die Nachrichtenentwicklung in Bezug auf die Förderquoten in dieser Woche besonders genau beobachten. Alles andere als ein klares Statement für weniger Öl auf dem Markt, könnte den Ölpreis erneut straucheln lassen. Ein Absturz um bis zu 20% in Richtung 40 Dollar je Barrel Rohöl, wäre dann keine Überraschung. Andernfalls kann es durchaus 15% nach oben gehen, wenn sich eine klar geschlossene Front abzeichnet. Sprungziel für den Ölpreis wären dann bis zu 57 Dollar je Barrel. Hier verlief seit Ende letzten Jahres stets die Obergrenze zahlreicher Preisanstiege. Teurer war Öl zuletzt vor zwei Jahren im Juli 2015. Wie tief das schwarze Gold fallen kann, wenn sämtliche Unterstützungen brechen hat der Januar 2016 gezeigt. Hier rauschte der Kurs kurzfristig auf 25 Dollar je Barrel nach unten, ehe sich der Ölpreis binnen eines halben Jahres wieder auf 50 Dollar verdoppeln konnte. - ok

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