Öl Pipeline

Ölpreise bleiben fest im Sattel

Sorgen um einen enger werdenden Markt festigen die Ölpreise. Gestützt durch die wahrscheinliche Verlängerung der OPEC-Kürzungen und der Ausnahmesituation in Venezuela. Im Inlandsmarkt zeigt sich durch den etwas stärkeren Euro leichtes Abwärtspotenzial in der ersten Tageshälfte. Knapp 0,4 Cent bzw. Rappen kostet der Liter Heizöl weniger.

Die Ölpreise zogen am Mittwoch weiter an, nachdem sich der saudi-arabische Ölminister Khalid Al-Falih über anhaltende Lieferkürzungen von OPEC-Öl äußerte. Auch die sich zuspitzende Krise in Venezuela feuert die Ölpreise an. Die Rohöl-Futures der US-amerikanischen Ölsorte West Texas Intermediate (WTI) lagen am Morgen bei 57,18 US-Dollar pro Barrel (+ 31 Cent). Die internationalen Rohöl-Futures von Brent stiegen auf 66,87 US-Dollar je Barrel, ein Plus von 20 Cent gegenüber dem Vortag.

Für April ist das nächste OPEC-Meeting angesetzt, auf dem besprochen wird, wie lange die Fördermengenkürzung der OPEC und verbündeter Länder andauern soll. Ölminister Khalid Al-Falih tendiert zu einer Verlängerung bis mindestens zur Jahresmitte, um die Stabilität der Ölpreise und ein Gleichgewicht auf den Ölmärkten sicherzustellen. Die Aussicht auf die knappere Versorgungslage gibt den Rohölpreisen seit Wochenbeginn Auftrieb. Nicht zuletzt schnüren die US-Sanktionen gegen die Ölexporte der OPEC-Mitgliedsstaaten Iran und Venezuela die Märkte enger zu. Venezuela kämpft aktuell mit einer der schlimmsten Krisen, die das Land je erlebt hat. Seit knapp einer Woche herrscht in weiten Teilen des südamerikanischen Landes Stromausfall. Krankenhäuser können nur notdürftig behandeln und auch die Unterbrechung der Kühlung lasse Lebensmittel bei Temperaturen um die 30 Grad verderben. Staatschef Nicolás Maduro macht für die Stromausfälle Hackerangriffe aus den USA sowie die Opposition um den selbsternannten Übergangspräsidenten Juan Guaidó verantwortlich. Die Unruhen innerhalb der Zivilbevölkerung spitzen sich immer mehr zu.

Mit Blick auf den Ölmarkt steht auf der einen Seite die knappere Ölversorgung durch Sanktionen und OPEC-Maßnahmen, die das Abfallen der Ölpreise verhindern. Auf der anderen Seite stehen die USA, die auf Rekordniveau Öl pumpt und die Sorgen um das weltweite Wirtschaftswachstum, die ein zu hohes Ansteigen der Ölpreise verhindern. Für das Jahr 2019 wird erwartet, dass die Rohölproduktion in den USA bei etwa 12,30 Millionen Barrel pro Tag liegen wird, wie das US-amerikanische Energy Information Administration (EIA) gestern mitteilte. - jw

HeizOel24-Tipp: Möchten Sie innerhalb eines bestimmten Zeitfensters beliefert werden? Wählen Sie dazu die gewünschte Lieferzeit im Preisrechner und der Tankwagen kommt beispielsweise erst am späten Nachmittag. HeizOel24 - 13.03.2019

Börsendaten:
  Mittwoch 13.03.2019 - 13:00 Uhr Schluss Vortag 12.03.2019 Veränderung zum Vortag
Rohöl
Brent Crude
66,97 $
pro Barrel
66,82 $
pro Barrel
+0,22%
Gasöl 608,75 $
pro Tonne
612,00 $
pro Tonne
-0,53%
Euro/Dollar 1,1299 $ 1,1289 $ +0,09%
(konstant)
USD/CHF 1,0061 CHF 1,0073 CHF -0,12%
(konstant)
Heizölpreis Ø 100 Liter Heute 13.03.2019 - 13:00 Uhr Gestern   Veränderung zum Vortag
Deutschland 66,63 € 67,12 € -0,73%
Österreich 76,83 € 77,19 € -0,47%
Schweiz 93,16 CHF 93,48 CHF -0,35%
4-Wochen-Prognose
Rohöl Heizöl
konstant konstant
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