TKW bei der Lieferung

Heizölpreise: Auf dem Weg zum Januar-Tief

Die Heizölpreise sind wenig verändert in den Mittwoch gestartet, erschließen sich am Mittag jedoch weiteres Abwärtspotential. Die Abschläge betragen zwischen 0,3 und 0,9 Cent bzw. Rappen je Liter und fallen regional höchst unterschiedlich aus. Den größten Rückgang gibt es im Osten Deutschlands, wo die Wiederinbetriebnahme der Druschba-Pipeline einen raschen Normalbetrieb der Raffinerien in Schwedt und Leuna in Aussicht stellt. Die Heizölnachfrage gestaltet sich auf einem für die Jahreszeit noch immer sehr hohen Niveau leicht rückläufig. Der Juni-Absatz liegt bereits vor der Monatsmitte doppelt so hoch, wie im Vorjahresmonat und entwickelt sich rekordverdächtig.

Die Kurse an den internationalen Ölbörsen tendieren im Nachgang der API-Lagerbestandszahlen und des IEA-Monatsreports vom Dienstagabend erneut nach unten. Die Ölpreise nehmen Kurs auf die in der Vorwoche markierten Fünf-Monats-Tiefs und lassen sich auch von einigen Zwischenfällen im Nahen Osten nicht vom Abwärtskurs abbringen. Aus Saudi-Arabien wird berichtet, dass Huthi-Rebellen aus dem Jemen den internationalen Flughafen in Abha beschossen haben. In Libyen brennt nach technischen Schwierigkeiten eine Förderanlage.

Mit Blick auf den aktuellen Monatsreport der US-Energiebehörde EIA gestaltet sich die weltweite Versorgungslage per Saldo wenig Verändert. Sowohl die Nachfrage- als auch die Angebotsprognose bis Ende 2020 wurde nach unten korrigiert. Die Preiserwartung für Brent (Nordseeöl) und WTI (US-Öl) wurde ebenfalls, teils deutlich, nach unten korrigiert. Die erwarteten Durchschnittspreise für die kommenden fünf Quartale liegen allerdings leicht oberhalb des aktuellen Ölpreisniveaus.

Die US-amerikanische Öl- und Gasindustrie meldet unterdessen ein Rekordwachstum der Produktion. Die steigenden Lagerbestände der letzten Wochen passen daher voll ins Bild. Sollten sich die erneuten Lagerbestandsaufbauten, die gestern vom API gemeldet wurden heute Nachmittag durch die DOE-Erhebung bestätigen, könnte sich die Abwärtsbewegung beim Ölpreis erneut beschleunigen. Brent (Nordseeöl) dürfte dann erneut die 60-Dollar-Marke testen.

Der heimischen Heizölmarkt profitiert weiterhin von der sehr günstigen Kombination aus fallenden Ölpreisen am Weltmarkt und gleichzeitigen Währungsgewinnen von Euro und Franken gegenüber dem US-Dollar. Solange der Abwärtstrend am Weltmarkt intakt ist, können Kunden geplante Heizölbestellung noch einige Tage zurückstellen. Besonders gilt dies für Verbraucher in einem Streifen von Berlin über Leipzig bis München. Durch die Wiederinbetriebnahme der seit April abgeschalteten Druschba-Pipeline und das schrittweise Hochfahren der Produktion der im letzten Herbst havarierten Bayernoil-Raffinerie in Vohburg, haben die Heizölpreise hier ein bis zwei Cent zusätzliches Abwärtspotential. - ok

HeizOel24-Tipp: Welcher Händler bringt mein Heizöl? Werfen Sie vor der Bestellung einen Blick auf die Händlerprofile und Kundebewertungen. Außerdem ist neben dem Preis die Lieferfrist interessant, die sich von Händler zu Händler deutlich unterscheiden kann. HeizOel24 - 12.06.2019

Börsendaten:
  Mittwoch 12.06.2019 - 13:03 Uhr Schluss Vortag 11.06.2019 Veränderung zum Vortag
Rohöl
Brent Crude
60,88 $
pro Barrel
62,06 $
pro Barrel
-1,90%
Gasöl 551,50 $
pro Tonne
558,00 $
pro Tonne
-1,16%
Euro/Dollar 1,1318 $ 1,1327 $ -0,08%
(konstant)
USD/CHF 0,9931 CHF 0,9923 CHF +0,08%
(konstant)
Heizölpreis Ø 100 Liter Heute 12.06.2019 - 13:03 Uhr Gestern   Veränderung zum Vortag
Deutschland 63,36 € 63,97 € -0,95%
Österreich 73,23 € 73,59 € -0,49%
Schweiz 84,98 CHF 85,30 CHF -0,38%
4-Wochen-Prognose
Rohöl Heizöl
fallend fallend
alle Angaben ohne Gewähr

Ölpreisentwicklung: Jetzt wird´s politisch!

weiterlesen
50 Euro Scheine

Euro gestärkt- Heizölpreise geben nach

weiterlesen
Sprunghafter Heizöl Kursanstieg

Verunsicherung und starker Dollar lassen Heizölpreise steigen

weiterlesen

Pressekontakt

+49 (0)30 701 712 0
Oliver Klapschus
Geschäftsführer