Alten Heizkessel tauschen und Energiekosten senken

Eine Modernisierung der Heizung ist einer der wirksamsten Wege, die Heizkosten zu senken. Eine neue Heizungsanlage hat einen höheren Wirkungsgrad und verbraucht deshalb weniger Brennstoff – das zeigt sich direkt in der Heizkostenabrechnung.

Öl-Brennwerttechnik

Eine Modernisierung der Heizung im Eigenheim bringt viele Vorteile mit sich. Zu Beginn stellt sich die Frage, welche Art der Wärmeerzeugung man nutzen möchte. Moderne Öl-Brennwerttechnik nutzt die Energie im Heizöl besonders gut aus: Neben der Wärme, die beim Verbrennen entsteht, gewinnt der Brennwertkessel zusätzlich die Wärme zurück, die im Wasserdampf der Abgase steckt. Der Dampf kondensiert im Kessel, statt ungenutzt durch den Schornstein zu entweichen. Das Ergebnis: Für die gleiche Wärmemenge wird weniger Heizöl benötigt.

Wer heute einen neuen Ölkessel einbaut, sollte die Bio-Treppe des Gebäudemodernisierungsgesetzes kennen: Ab 2029 muss ein steigender Anteil des Brennstoffs aus erneuerbaren Quellen stammen

Foerdermittel-haus

Gibt es noch Förderung von der KfW? 

Für den Einbau einer neuen Ölheizung gibt es seit 2020 keine staatliche Förderung mehr. Daran hat sich auch mit der Reform der Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) im Juli 2026 nichts geändert. Das gilt für den reinen Öl-Brennwertkessel ebenso wie für den Ölkessel als Teil einer Hybridheizung.

Was dennoch gefördert wird:

  • Heizungsoptimierung: Maßnahmen an einer bestehenden Ölheizung, etwa ein hydraulischer Abgleich oder der Austausch der Heizungspumpe, bezuschusst das BAFA mit 15 Prozent. Voraussetzung ist, dass die Anlage höchstens 20 Jahre alt ist.

  • Gebäudehülle: Ebenfalls mit 15 Prozent fördert das BAFA Maßnahmen wie die Dämmung von Dach und Fassade oder den Einbau neuer Fenster. Ein gut gedämmtes Haus senkt den Heizölverbrauch spürbar und damit die Heizkosten.

Bei der Planung einer neuen Öl-Brennwertheizung lohnt es sich zudem, Angebote mehrerer Heizungsfachbetriebe zu vergleichen und auf Rabattaktionen zu achten.

Wie bekomme ich trotzdem Zuschuss vom Staat?

Auch wenn für die Ölheizung selbst keine Förderung möglich ist, wer sein Haus energetisch saniert, profitiert weiterhin von staatlicher Unterstützung. Ein gut gedämmtes Haus verliert weniger Wärme und senkt damit direkt den Heizölverbrauch.

BAFA – Zuschüsse für Einzelmaßnahmen (BEG EM)

Über die Bundesförderung für effiziente Gebäude beim BAFA werden Einzelmaßnahmen an Bestandsgebäuden bezuschusst, zum Beispiel Dämmung von Dach und Fassade, Kellerdeckendämmung oder der Einbau neuer Fenster. Der Antrag muss vor Beginn der Maßnahme online beim BAFA gestellt werden.

KfW 261 – Kredit für Komplettsanierungen

Wer sein Gebäude umfassend zum Effizienzhaus saniert, kann beim KfW-Programm 261 einen zinsgünstigen Kredit von bis zu 150.000 Euro pro Wohneinheit beantragen. Dazu kommt ein Tilgungszuschuss, dessen Höhe von der erreichten Effizienzhaus-Stufe abhängt. Dieser Anteil muss nicht zurückgezahlt werden.

Steuerbonus als Alternative (§ 35c EStG)

Wer für eine Maßnahme keine BEG-Förderung nutzt, kann sie stattdessen steuerlich geltend machen. Verteilt über drei Jahre lassen sich 20 Prozent der Kosten von der Steuer abziehen, maximal 40.000 Euro je Objekt. Voraussetzungen: Das Gebäude ist mindestens zehn Jahre alt, wird selbst bewohnt, und die Maßnahme führt ein Fachunternehmen aus.

Die Förderbedingungen ändern sich regelmäßig. Aktuelle Details finden Sie beim BAFA und bei der KfW; eine Energieberatung hilft bei der Planung. (Stand Oktober 2026)