Heizölsorten

Heizöl als Brennstoff hat sich aufgrund seiner hohen Wirtschaftlichkeit seit Jahrzehnten als einer der wichtigsten Energieträger im Raumwärmemarkt bewährt. Doch welche Heizölsorten gibt es? Und was unterscheidet sie? HeizOel24 klärt auf.

Ökoheizöl

95% weniger Schwefel

Im Unterschied zum klassischen "Heizöl Extraleicht" hat das "Ökoheizöl EL Schwefelarm" nur noch einen Schwefelgehalt von höchstens 50 mg/kg. Klassisches Heizöl enthält bis zu 1000 mg/kg.

Ökoheizöl ist in der Schweiz die übliche Bezeichnung für Heizöl extra leicht in schwefelarmer Qualität nach der Norm SN 181 160-2 mit höchstens 50 mg Schwefel pro kg. Der Name steht für diese Norm-Qualität, nicht für eine besondere Umweltwirkung.

Ökoheizöl EL Schwefelarm ist heute die Standardqualität im Marktsegment der flüssigen Brennstoffe. Es ist abgestimmt auf den Einsatz in modernen Anlagen mit Öl-Brennwerttechnik, aber auch in konventionellen Feuerungsanlagen (Hoch- und Niedertemperaturtechnik) verwendbar.

Für manche Öl-Brennwertgeräte ist schwefelarmes Ökoheizöl sogar ausdrücklich vorgeschrieben. Generell darf bei der Verwendung in Öl-Brennwertanlagen auf die sonst benötigte Neutralisationseinrichtung verzichtet werden, was zusätzlich Kosten spart. Durch den geringeren Schwefelgehalt entstehen bei der Verbrennung weniger Schwefeldioxid und weniger Ablagerungen im Kessel.

Ökoheizöl Super

Schwefelarme Qualität auf hohem Leistungsniveau

Ökoheizöl Super ist Ökoheizöl in schwefelarmer Qualität nach SN 181 160-2 (max. 50 mg Schwefel pro kg) mit zusätzlichen Additiven, die Ablagerungen an Düse und Brenner entgegenwirken sollen.

Angefangen von der Lagerstabilität im Tank bis hin zu den Verbrennungseigenschaften soll diese Heizölqualität die Eigenschaften der beiden oben beschriebenen Sorten verbinden. Auch eine Duftkomponente ist zumeist Bestandteil des Superheizöls, das je nach Partnerhändler unter verschiedenen Markennamen vertrieben wird.

Heizöl Extra Leicht

Der ausgediente Standard

Heizöl Extra Leicht in Euro-Qualität war über Jahrzehnte der meistverkaufte Brennstoff im Schweizer Raumwärmemarkt. Diese Rolle hat es verloren: Nach der Luftreinhalteverordnung (LRV) durfte es in Anlagen unter 5 MW nur bis zum 31. Mai 2023 verfeuert werden. Für Wohngebäude ist seither Ökoheizöl EL schwefelarm die massgebliche Qualität; dort finden Sie auch die aktuellen Preise und die Produktbeschreibung.

Zulässig bleibt die Euro-Qualität einzig in Grossanlagen mit einer Leistung über 5 MW, wie sie in Industrie und Gewerbe vorkommen. Für Privathaushalte spielt sie damit keine Rolle mehr; wer noch Restbestände im Tank hat, sollte die Umstellung mit seinem Lieferanten klären.

Die Abkürzung EL steht für "extra leicht" und grenzt diese Gruppe vom schweren Heizöl ab. Schweres Heizöl wird üblicherweise nicht zur Erzeugung von Raumwärme eingesetzt, unter anderem weil es zur Verbrennung vorgewärmt werden muss. Ein Liter Heizöl EL liefert rund 10 kWh Energie, daran hat sich auch mit dem Wechsel zur schwefelarmen Qualität nichts geändert.

Gut zu wissen!

Alle Heizölsorten sind problemlos miteinander mischbar! Verbraucher sollten jedoch beachten, dass sich die spezifischen Heizöleigenschaften verändern, wenn unterschiedliche Sorten miteinander vermischt werden. Das betrifft zum Beispiel den Schwefelgehalt, die Additivierung im Heizöl Super oder auch den Anteil an regenerativen Ressourcen im Bio-Heizöl.
Welche Heizölsorten in Deutschland, Österreich und der Schweiz miteinander vergleichbar sind, zeigt die Ländermatrix.