12 Tipps gegen Internet-Betrug beim Heizölkauf

Warnung vor Fake-Shops mit Vorkasse

Vorsicht Abzocke mit gefälschten Webseiten! Betrüger werben in Suchmaschinen mit Lockangeboten für Heizöl auf Vorkasse. Kunden sollen eine Anzahlung (50%) überweisen, doch die Ware wird nie geliefert. Auch beim Kauf von Heizöl über Kleinanzeigen-Portale ist Vorsicht geboten.

Vertrauen Sie auf bekannte Preisvergleichsportale und Heizölhändler. HeizOel24 gibt Tipps, wie Sie Betrugs-Seiten (sog. Fake-Shops) erkennen. Im Zweifelsfall nutzen Sie den Fakeshop-Finder der Verbraucherzentrale oder rufen Sie uns an!

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1. Vorkasse sollte misstrauisch machen

Kommt direkt nach der Bestellung eine Aufforderung, schnell zu überweisen, um sich das Angebot zu sichern, sollten die Alarmglocken angehen. Passt die Bankverbindung zum Anbieter? Betrüger nutzen häufig private Konten und Banken im Ausland. Checken Sie Zahlungsempfänger und IBAN. Anzahlungen bei Heizölbestellungen sind in der Regel nicht vertrauenswürdig.

Ebenso ein Warnsignal: Wird die Zahlung per Kryptowährung, Gutschein- oder Guthabenkarte verlangt, ist der Betrugsversuch offensichtlich – seriöse Händler bieten diese Wege nicht an.

Bezahlen Sie erst bei Lieferung am Tankwagen oder später auf Rechnung, Rate oder Lastschrift.

2. Prozentuale Rabatte sind unüblich

Heizöl wird zumeist mit sehr geringen Handelsmargen verkauft. Die Literpreise für Heizöl schwanken teilweise stündlich. Prüfen Sie deshalb jedes Angebot gegen den aktuellen Durchschnittspreis in Ihrer Region. Liegt ein Preis auffällig weit darunter, ist Vorsicht geboten. Echte Händler können sich keine Fantasierabatte leisten. Auch ein Fixpreis, der über mehrere Tage gelten soll, passt nicht zum Marktgeschehen.

3. Welcher Händler steht hinter dem Angebot?

Einen Preisvergleich mit Händlerlogos und -namen sucht man bei Betrugs-Seiten i.d.R. vergeblich. Seriöse Internetseiten kennzeichnen den Anbieter bzw. den Lieferanten des Heizöls immer genau.

4. Werbeanzeigen genau prüfen

Seien Sie wachsam bei verlockenden Rabattversprechen. Achten Sie genau auf die Schreibweise der Internetadresse: Betrüger arbeiten mit minimalen Abweichungen zu bekannten Anbietern: ein zusätzlicher Bindestrich, vertauschte Zahlen, eine andere Domain-Endung. Lesen Sie die Adresszeile Zeichen für Zeichen.

Hinterfragen Sie „jahrzehntelange“ Markterfahrung, wenn Sie ein Unternehmen nicht kennen. Seien Sie vorsichtig bei Werbeanzeigen, die zu gut klingen, um wahr zu sein.

5. Impressum genau checken

Achtung: Identitätsdiebstahl ist eine gängige Methode, um Verbraucher in die Irre zu führen. Die interaid GmbH hat nichts mit diesen Fake-Shops zu tun.

Ansonsten gilt es zu prüfen: Gibt es die Firma hinter dem Internetangebot überhaupt? Prüfen Sie die Adresse, Namen der Geschäftsführer und Handelsregisternummer ganz genau. Auf den ersten Blick kaum zu erkennen und besonders perfide: Oft sind die Angaben sehr ähnlich zu tatsächlichen Unternehmen, aber frei erfunden. Auch hier hilft das Internet mit Suchmaschinen oder Unternehmensdatenbanken.

6. Gütesiegel und Kundenbewertungen überprüfen

Gütesiegel und Kundenbewertungen überprüfen Echte Siegel wie Trusted Shops oder das RAL-Gütezeichen verlinken immer auf ein überprüfbares Profil. Ein reines Bild ohne Verlinkung ist ein Warnsignal. Achten Sie auf Details: Fake-Seiten sind sich der Ausstrahlung von Gütesiegeln und Kundenbewertungen sehr bewusst und setzen diese gezielt ein. Hierbei gehen sie aber, mangels Daten, nicht in die Tiefe: zu den Kundenbewertungen gibt es kein Händlerprofil auf dem Portal.

7. Vertraute Portale/Handy App nutzen

Bestellen Sie Ihr Heizöl auf derselben Plattform wie im Vorjahr. Sie können sich mit Ihrer E-Mail und Passwort anmelden und im Kundenbereich z.B. Ihre Bestellhistorie aufrufen?

Prima! Das klingt seriös. Auch eine Heizöl-App (z.B. HeizOel24), die Sie direkt auf dem Handy installiert haben, schafft Sicherheit.

8. Preischarts und News

Die redaktionelle Marktberichterstattung ist ein wichtiges Markenzeichen seriöser Portale. Diesen Aufwand machen sich Fake-Portale i.d.R. nicht. Achten Sie auf aktuelle Preischarts für Heizöl und Rohöl, sowie regelmäßige Heizölnews.

9. Prüfen Sie den Shop mit dem Fakeshop-Finder

Geben Sie die Internetadresse des potentiellen Fakeshops direkt bei einer Suchmaschine ein. Häufig gibt es bereits Warnungen vor dem Anbieter in Internetforen oder auf Verbraucherschutz-Portalen. Noch schneller geht es mit dem Fakeshop-Finder der Verbraucherschutzzentrale: Das Tool hat seit 2022 über 100.000 gefälschte Onlineshops identifiziert und erfasst monatlich rund 1.800 neue. Ein Ampelsystem zeigt Ihnen in Sekunden, ob eine Seite bereits aufgefallen ist.

10. Lassen Sie sich nicht unter Zeitdruck setzen

Countdowns, „nur noch heute“ oder angeblich letzte verfügbare Mengen haben einen einzigen Zweck: Sie sollen verhindern, dass Sie das Angebot in Ruhe prüfen. Heizöl ist kein Restposten. Nehmen Sie sich die Zeit für den Vergleich.

11. Lieferversprechen auf Plausibilität prüfen

Tiefstpreis und Sofortlieferung gleichzeitig gibt der Markt nicht her. Gerade in der Heizsaison liegen die Lieferfristen deutlich über wenigen Tagen. Wer beides zusagt, verspricht etwas, das sich nicht halten lässt.

12. Wenn es bereits zu spät ist

Sie haben “nur” bestellt: Überweisen Sie kein Geld, wenn Ihnen etwas komisch vorkommt! Prüfen Sie die Rechnung, fragen Sie Dritte nach Rat und bewahren Sie Ruhe.

Sie haben bereits überwiesen: Sichern Sie zuerst alle Beweise – Screenshots der Webseite und des Angebots, die Bestellbestätigung, sämtliche E-Mails und den Zahlungsbeleg. Anders als Lastschriften können getätigte Überweisungen i.d.R. nicht zurückgeholt werden. Fragen Sie bei Ihrer Bank nach, informieren Sie die Empfänger-Bank und erstatten Sie ggf. Strafanzeige. Je schneller Sie reagieren, desto besser die Chancen.

Gut zu wissen!

Über Anzeigen im Internet locken betrügerische Heizölportale Kunden mit Rabatten und Tiefstpreisen auf ihre Webseiten. Ist die Bestellung getätigt, erhält der Kunde meist eine E-Mail mit der Info, dass eine Anzahlung fällig wird. Das sollte Sie stutzig machen und Sie dazu bewegen, genauere Informationen über diesen Anbieter einzuholen. Ein Preis, der deutlich unter dem regionalen Tagesdurchschnitt liegt, ist beim Heizölkauf das deutlichste Warnzeichen für einen Fake-Shop.