Virus-Angst! Ölpreis rutscht weiter ab

22.01.20 • 12:49 Uhr • HeizOel24 News • Oliver Klapschus

Die Ölpreise zeigen sich weiter auf dem Rückzug und eröffnen dadurch auch den Heizölpreisen neue Abwärtsspielräume. Verbraucher in Deutschland, Österreich und der Schweiz können heute mit ca. 0,5 Cent je Liter weniger planen als gestern. Die Heizölpreise erreiche durch den neuerlichen Abschlag den niedrigsten Stand seit August 2019. Die Nachfrage bleibt hoch ist aber noch weit davon entfernt, Maximalwerte zu zeigen. Dies spricht dafür, dass viele Heizölkunden kurzfristig mit noch besseren Angeboten rechnen.

Während sich die Aktienmärkte am Vormittag zumindest vorübergehend erholen konnten verbleiben die Ölnotierungen im Minus. Das Coronavirus treibt in China sein Unwesen es ist unklar, wie weit und wie schnell sich die Lungenkrankheit möglicherweise verbreitet. Goldman Sachs zieht in einer aktuellen Marktanalyse Parallelen zur SARS-Epidemie 2003 und geht davon aus, dass die weltweite Ölnachfrage im laufenden Jahr um 260.000 Barrel pro Tag tiefer liegen könnte, da besonders in Asien der Kerosinbedarf sinkt. Preislich sieht die US-Bank einen Effekt von 2,90 Dollar weniger je Barrel, wobei besonders die Unsicherheit im Vorfeld einer möglichen Epidemie erfahrungsgemäß zu Kursverlusten führt. Dieser Zeitpunkt wäre also genau jetzt. Angesichts der befürchteten virusbedingten Marktverwerfungen spielen mögliche Angebotsdefizite aus Libyen, die Anfang der Woche ein Thema waren, kaum mehr eine Rolle für die Preisbildung. Aktuelle Zahlen aus den USA zeigen zudem eindrucksvoll, dass die Versorgungssicherheit am Ölmarkt zunehmend nicht mehr von den klassischen Förderländern abhängt, die zugleich häufig als Krisenregionen gelten. Die Schieferölproduktion in den USA meldet im Januar erneut überraschend hohe Wachstumsraten. In den letzten drei Jahren wurde die tägliche Fördermenge um rund vier Mio. Barrel auf aktuell knapp 9,2 Mio. Barrel pro Tag gesteigert.

Mit Blick auf den Inlandsmarkt verzeichnet der Heizölhandel eine ruhiges Geschäft auf durchaus hohem Nachfrageniveau. Die attraktiven Heizölpreise, die heute verbreitet das niedrigste Niveau seit knapp einem halben Jahr markieren, locken stetig neue Käufer in den Markt. Sollten die Ölpreise in den nächsten Tagen weiter nachgeben, was aus aktueller Sicht durchaus wahrscheinlich ist, ist in der letzten Januar-Woche mit einer Nachfragespitze zu rechen. - ok

HeizOel24-Tipp: Tiefpreis voraus? Bleiben Sie dran! Z.B. mit dem Preisalarm in der App. HeizOel24 22.01.2020

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