Heizölpreise fallen stark

04.06.24 • 10:16 Uhr • HeizOel24 News • Fabian Radant

Nach der Veröffentlichung der neusten US-amerikanischen Wirtschaftsdaten aus dem verarbeitenden Gewerbe und dem Bausektor, geben die Ölpreise stark nach. Dem kann auch der Rückkauf von drei Millionen Fass Rohöl für die US-amerikanischen Reserven nichts entgegensetzen. Damit wurden die erst gestern erreichten Heizölpreisjahrestiefs heute Vormittag um bis zu 1,9 Rappen bzw. Cent pro Liter unterschritten.

Während sich der Euro auf 1,088 Dollar steigern konnte, fielen die Ölpreise deutlich. Die Nordseesorte Brent fiel unter die psychologisch wichtige 80 Dollar pro Fass Marke und wird aktuell mit 77 Dollar pro Fass gehandelt. Die US-amerikanische Sorte WTI fiel derweil mit 72 Dollar unter die psychologisch wichtige 75 Dollar pro Fass Marke. ICE Gasoil fiel auf 700 Dollar pro Tonne und folgt wie die Rohölsorten einem moderaten Abwärtstrend.

Die Ölpreise geraten heute durch die neusten US-amerikanischen Wirtschaftsdaten unter Druck. Sowohl das verarbeitende Gewerbe als auch der Bausektor schrumpften den jeweils zweiten Monat in Folge. Zusätzlich zur bereits bekannten schwachen Benzinnachfrage zu Beginn der US-amerikanischen Fahrsaison, weckt dies Nachfrage sorgen am Ölmarkt.

Nachdem die OPEC+ am Sonntag überraschend verkündete, die freiwilligen Förderquotenkürzungen ab Oktober 2024 langsam zurückzufahren, verkündeten die USA den Rückkauf weiterer drei Millionen Fass Rohöl für die strategischen Reserven des Landes. Dies wird leicht Ölpreis treibend gewertet.

Die schwachen US-amerikanischen Wirtschaftsdaten sorgen heute Vormittag dafür, dass die gestern erst erreichten bisherigen Jahrestiefstwerte teils massiv unterschritten wurden. In Österreich und der Schweiz können sich Heizölinteressenten über einen Rückgang von durchschnittlich 0,3 Cent bzw. 1,05 Rappen pro Liter freuen. In Deutschland ging es sogar noch stärker bergab für die Heizölpreise und Heizölnutzer profitieren von Rückgängen von im Schnitt 1,9 Cent pro Liter. Im Bundesland Nordrhein-Westfalen sank der durchschnittliche Heizölpreis pro Liter damit im ersten Bundesland knapp unter 91 Cent und durchbrach damit die bisherige Grenze von rund 92 Cent pro Liter deutlich. Regional gibt es im Westen der Bundesrepublik bereits erste Angebote unter 90 Cent pro Liter Heizöl. -fr-

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