Ölpreise versuchen leichte Gewinne zu verteidigen

25.06.24 • 11:15 Uhr • HeizOel24 News • Fabian Radant

Die Ölpreise konnten im Vergleich zu gestern Vormittag kleine Gewinne erzielen, tendieren allerdings bereits wieder nach unten. Es bleibt daher abzuwarten, ob sich die Heizölpreisanstiege von bis zu 0,55 Cent pro Liter im Tagesverlauf halten können. Der Ölmarkt spekuliert derzeit auf einen heißen Sommer auf der Nordhalbkugel und eine starke Ölnachfrage in den USA, wodurch der gestrige Aufwärtsdruck erzeugt wurde. Die Kampfhandlungen zwischen Israel und seinen Nachbarn sowie der Krieg zwischen der Ukraine und Russland und die verzögerte Inbetriebnahme Mexikos neuster Raffinerie sorgen ebenfalls für Aufwärtsdruck am Ölmarkt. Dem gegenüber steht dann bspw., dass gescheiterte chinesische Onlineshoppingevent „618“ und die hohe Inflation in den westlichen Nationen.

Der Euro konnte sich auf 1,073 Dollar hochkämpfen und wartet auf Richtungsimpulse, während die Ölpreise aktuell wieder leicht nach unten tendieren. Die Rohölsorte Brent startet auf dem Vortagesniveau von 85 Dollar pro Fass in den Tag, während sich die Rohölsorte WTI auf 81 Dollar hochkämpfen konnte. ICE Gasoil konnte im Vergleich zu gestern Vormittag ebenfalls Gewinne generieren und wird aktuell mit 782 Dollar pro Tonne gehandelt.

Aufgrund eines heißen Sommers in der nördlichen Hemisphäre und der Ölmarkterwartung, dass die US-amerikanischen Ölbestände letzte Woche erneut stark gesunken sind, stiegen die Ölpreise gestern an. Gebremst wird der Aufwärtsdruck allerdings von der US-amerikanischen Zentralbank (Fed). Diese fokussiert sich weiterhin darauf die dortige Inflation in den Griff zu bekommen und der Markt wartet mit Spannung auf die für Freitag erwarteten US-amerikanischen Konsumentenausgaben. Diese wurden bisher von der Fed als bevorzugter Richtungsindikator für die Zinsentwicklung genutzt. Der Ölmarkt hofft auf eine baldige Zinsreduktion, da hohe Zinsen die Ölnachfrage tendenziell negativ beeinflussen.

Zusätzlich preistreibendsind weiterhin die hohen Spannungen im Nahen Oste und der Krieg zwischen Russland und der Ukraine. Ebenfalls preistreibend wirkt die deutlich verzögerte Inbetriebnahme der mexikanischen Olmeca-Raffinerie. Deren Baukosten wuchsen wie beim deutschen BER-Flughafen weit über die Erwartungen hinaus und die Inbetriebnahme verzögert sich weiter und weiter. Inzwischen ist von Ende 2024 die Rede. Die Raffinerie soll bis zu 340.000 Fass Rohöl täglich verarbeiten können. Preisdrückend wirkt, dass Chinas staatlich gefördertes Onlineshoppingevent „618“ floppte. Die Zahlen waren das erste Mal seit Jahren im Vorjahresvergleich rückläufig und sähen damit Zweifel an der am chinesischen Wirtschaftswachstum und damit der dortigen Ölnachfrage.

Die Heizölpreise in der DACH-Region zogen heute Vormittag etwas an. In Österreich stiegen sie im Schnitt um 0,25 Cent, in der Schweiz um 0,35 Rappen und in Deutschland um 0,55 Cent pro Liter Heizöl an. Damit liegt der Literpreis im Bundesdurchschnitt wieder knapp über einem Euro pro Liter. Dennoch gibt es in gesamt Deutschland regionale Abwärtsbewegungen mit Preisen von unter einem Euro für Schnäppchenjäger. -fr-

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