Wird Heizölkauf zum Sommerschnäppchen?

10.07.24 • 12:51 Uhr • HeizOel24 News • Janin Wordel

Die Ölpreise starten leichter in den Mittwochshandel und nehmen die Heizölpreise mit ins Gepäck. Bei dem Tauziehen bearisher und bullisher Impulse, setzen sich die Ölbären an den Börsen durch. Schwächelnde Wirtschaftsdaten aus China und die marode Aussicht auf eine baldige Zinssenkung in den USA belasten die Preise für Rohöl. Spannend geht es auch im Inland weiter, denn die Heizölpreise sinken weiter. Und das bis zu 0,8 Cent bzw. Rappen je Liter. Jetzt wird der Heizölkauf doch wieder interessant und die Nachfrage zieht an.

Die Ölpreise gingen am Dienstag mit einem deutlichen Minus aus dem Handel, trotz anfänglich positiver Marktimpulse. Da Hurrikan Beryl keine ernsthaften Schäden an den US-Ölanlagen verursachte, milderten sich die Befürchtungen um eine Unterbrechung der Ölversorgung. Dies führte zu einem Rückgang der Preise, unterstützt durch technische Analysen. Zudem belasteten schwache Inflationsdaten aus China, die auf eine nachlassende Verbrauchernachfrage hindeuten. Der Preis für ein Fass Nordseeöl Brent fällt am Mittwochvormittag auf 84,85 US-Dollar, ein Barrel der amerikanischen Ölsorte WTI sank geringfügig auf 81,68 US-Dollar.

Das American Petroleum Institute (API) meldete in seinem Wochenbericht einen weiteren Rückgang der US-Rohölbestände um 1,9 Millionen Barrel für die letzte Woche. Dieser Rückgang, der etwas über den erwarteten 1,1 Millionen Barrel liegt, deutet auf eine fortgesetzte Stabilisierung der Ölreserven hin, wobei die Bestandsabnahme diesmal geringer ausfällt als in der Vorwoche. Neben Rohöl fielen auch die Benzinbestände um 3 Millionen Barrel, was auf eine verstärkte Nachfrage nach Benzin im Sommer hinweist und somit einen positiven Trend für die Raffinerien darstellt. Trotz des bullishen API-Berichts blieb die Reaktion der Ölpreise verhalten, da Marktteilnehmer noch auf den offiziellen Bericht des US-Energieministeriums (DOE) wartet, um die Lage einzuschätzen. Das DOE veröffentlicht neben den US-Lagerbestandsveränderung wichtige Daten zur Nachfrageentwicklung, zu Im- und Exporten sowie der aktuellen Raffinerieauslastung.

Zusätzlich zu den wöchentlichen API-Daten veröffentlichte die Energy Information Administration (EIA) ihren Monatsbericht, der eine zunehmend positive Prognose für die globale Ölnachfrage zeichnet. Für das laufende Jahr revidierte die EIA ihre Nachfrageprognose nach oben, was auf eine robuste Erholung der globalen Ölmärkte hindeutet. Dies steht in scharfem Kontrast zu den anhaltenden Sorgen über die Nachfrage aus China, wo jüngste Wirtschaftsdaten nicht die erhofften Zeichen einer Erholung zeigten. Die Ölmärkte zeigen sich weiterhin unsicher, beeinflusst durch gemischte Signale bezüglich der globalen Wirtschaftsleistung und der Zinspolitik in den USA. Kommentare von Jerome Powell, dem Vorsitzenden der Federal Reserve, deuteten auf mögliche Zinssenkungen hin, die die Wirtschaft beleben könnten, allerdings bedarf es weiterer positiver Daten, um diese Entscheidung zu stützen.

Konsequent ziehen die Heizölpreise in Deutschland, Österreich und der Schweiz weiter nach Süden. Nachdem die Preise für Gasoil gestern bereits gefallen sind und sich der Trend auch heute Vormittag fortführt, setzen sich erneut Preisabschläge für Heizöl durch. Im Durchschnitt geht es 0,8 Cent bzw. Rappen je Liter nach unten. Eine durchaus spannende Situation für Verbraucher mit Platz im Tank. Denn weiteres Abwärtspotenzial ist durchaus da und das Monatstief in greifbarer Nähe. Jetzt heißt es, am Ball bleiben und die Preisentwicklung engmaschig beobachten. Der Heizölkauf könnte zum Sommerschnäppchen werden.

HeizOel24-Tipp:Sie möchten den Durchschnittspreis eines bestimmten Monats erfahren? Nutzen Sie dafür unser Chart „Monatsdurchschnittspreise Heizöl“ auf der Chart-Seite und verschaffen Sie sich einen Überblick, wie teuer oder günstig das Jahr war. HeizOel24. 10.07.2024

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