Heizölpreise drehen nach oben

06.08.24 • 12:57 Uhr • HeizOel24 News • Janin Wordel

Die Ölpreise starten fester in den Dienstagshandel, getrieben durch die geopolitischen Spannungen im Nahen Osten und ihre möglichen Auswirkungen. Die Heizölpreise ziehen nach und drehen nach oben, nachdem sie gestern die Nachfrage auf ein Langzeithoch katapultierten. Durchschnittlich 0,5 Cent bzw. Rappen je Liter wird Heizöl heute teurer.

Die Ölpreise erholten sich am Dienstag aufgrund der sich zuspitzenden Spannungen im Nahen Osten. Der Iran kündigte Vergeltung für die Tötung des Hamas-Führers Ismail Haniyeh an, was zu Unsicherheit und Bedenken führte. Die USA prognostizierten eine iranische Reaktion für Montag oder Dienstag, was die Marktteilnehmer alarmierte. Berichte deuten darauf hin, dass Russland den Iran unterstützen könnte, was die Spannungen weiter verschärft. Diese Entwicklungen haben die Märkte bereits weitgehend eingepreist, doch bleibt die Unsicherheit darüber, wie schwerwiegend ein iranischer Angriff sein wird und wie Israel darauf reagieren könnte.

Zudem kam es zu einem Produktionsausfall am größten libyschen Ölfeld Sharara, was die Preise weiter ansteigen ließ. Die Produktion wurde komplett eingestellt, nachdem zuletzt noch etwa 100.000 Barrel pro Tag gefördert wurden. Der libysche Oppositionsführer Khalifa Haftar wird als Drahtzieher vermutet, möglicherweise als Racheakt gegen Spanien, das ihn aufgrund eines internationalen Haftbefehls festgesetzt hatte. Das Ölfeld Sharara wird von dem spanischen Erdölkonzern Repsol betrieben.

Analysten von Goldman Sachs sehen das durch Rezessionsängste aufgebaute Abwärtspotenzial als ausgereizt an, da die Ölpreise eine technische Untergrenze erreicht haben. Die robuste Ölnachfrage in Industrieländern und Indien sowie die spekulative Positionierung dürften die Preise stützen. Insgesamt bleibt die Marktstimmung volatil, mit einem Fokus auf die geopolitischen Entwicklungen und ihre möglichen Auswirkungen auf die Ölpreise.

Die Heizölpreise in Deutschland haben sich von gestern auf heute merklich erhöht. Zum Handelsstart stiegen die Preise durchschnittlich 0,5 Cent bzw. Rappen pro Liter und bauen das Aufwärtspotenzial im weiteren Tagesverlauf weiter aus. Den Preisrutsch vom Wochenauftakt nutzen viele Kunden, um nachzutanken. Die Nachfrage schoss auf ein Langzeithoch. Aktuell liegt der deutschlandweite Durchschnittspreis bei etwa 95,38 Euro pro 100 Liter bei einer Abnahme von 3.000 Litern, was einem Anstieg von 0,98 % im Vergleich zum Vortag entspricht.

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