Kälteeinbruch stützt Ölpreis

10.01.25 • 08:49 Uhr • HeizOel24 News • Fabian Radant

Der Kälteeinbruch in Teilen der USA und Europa sowie ein Formen annehmendes Sanktionspaket der USA treiben heute die Ölpreise an.

Der Euro fiel auf 1,02 Dollar und wartet auf Richtungsimpulse, während die Ölpreise einem leichten Aufwärtstrend folgen. Die Rohölsorten Brent und WTI werden derzeit mit 77 bzw. 74 Dollar pro Fass gehandelt. ICE Gasoil konnte sich mit 712 Dollar pro Tonne wieder über die psychologisch wichtige 700 Dollar Marke kämpfen.

Die Ölpreise profitieren von dem beginnenden Kälteeinbruch in Teilen der USA und Europas. Vielerorts auf beiden Kontinenten sind die Temperaturen spürbar unter den jahresüblichen Durchschnitt gefallen und treiben damit unter anderem die Gas- und Heizölnachfrage nach oben.

Kurz vor dem Ende seiner Amtszeit wird vom scheidenden US-amerikanischen Präsident Joe Biden ein weiteres gegen Russland gerichtetes Sanktionspaket erwartet. Es handelt sich laut interner Quellen um Sanktionen gegen einige Firmen und Händler sowie mehrere dutzend Tanker. Vermehrter Austausch zwischen Mitarbeiter des scheidenden und des kommenden Präsidenten zum Thema Sanktionen, füttern die Ölmarktspekulation vor Einschränkungen des dem globalen Markt zur Verfügung stehenden russischen Öls.

Im Vergleich zum Jahresanfang sind die Heizölpreise gesunken, auch wenn sie sich diese Woche auf einem volatilen Seitwärtskurs befinden. In Verbindung mit den sinkenden Temperaturen kurbelt dies die Heizölnachfrage leicht an, auch wenn diese weiterhin unter dem jahresüblichen Niveau liegt. Gleichzeitig beobachten seit Wochen mehr als drei Mal so viele Heizölinteressenten wie für diese Jahreszeit üblich die Heizölpreise und warten auf ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis, während zweiundzwanzig Prozent der Heizöltanks in der D-A-CH-Region weniger als vierzig Prozent Füllstand aufweisen.

In Österreich stagnieren die Heizölpriese auf ihrem aktuellen Dreimonatshoch. Währenddessen bewegen sie sich in der Schweiz und Deutschland deutlich unter den aktuellen Hochs, stiegen allerdings heute Vormittag im Vortagesvergleich um durchschnittlich 0,15 Rappen bzw. 0,7 Cent pro Liter an. Dennoch gibt es vor allem im Südwesten und Osten der Bundesrepublik auch regionale Abwärtsbewegungen. -fr-

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