Öl- und Heizölpreise starten zaghaft in die Woche

18.08.25 • 11:26 Uhr • HeizOel24 News • Janin Wordel

Die Ölpreise präsentieren sich zu Wochenbeginn nach dem eher unspektakulären Treffen zwischen Trump und Putin in Alaska stabil. Konkrete Schritte in Richtung Waffenstillstand, neue Sanktionen oder Zölle blieben aus. Brent und WTI gaben ihre anfänglichen Gewinne vollständig wieder ab und blicken nun gespannt auf Washington. Verbraucher in Deutschland, Österreich und der Schweiz profitieren derweil weiterhin von vergleichsweise günstigen Heizölpreisen.

Das mit Spannung erwartete Treffen zwischen Donald Trump und Wladimir Putin in Alaska hat am Freitag kaum konkrete Ergebnisse gebracht. Weder ein Waffenstillstand in der Ukraine noch neue Sanktionen gegen Russland wurden beschlossen. Auch mögliche Sekundärzölle gegen China, einen der größten Abnehmer russischen Öls, stellte Trump vorerst zurück. Damit bleibt Indien das einzige Land, das für Ölimporte aus Russland höhere Abgaben auf seine US-Exporte zahlen muss.

Am Ölmarkt sorgte die ausbleibende Eskalation zunächst für Erleichterung, bevor die Händler wieder auf Gewinnmitnahmen setzten. ICE Gasoil legte bis zum Handelsschluss am Freitag leicht zu und schloss bei 656,50 Dollar je Tonne, rund vier Dollar über dem Vortagesniveau. Bei Brent und WTI zeigte sich ein anderes Bild. Nach anfänglichen Kursgewinnen rutschten beide Rohölkontrakte im Tagesverlauf ins Minus und gaben die Anstiege vom Vortag vollständig wieder ab. In den frühen Montagshandel starten beide Notierungen recht zaghaft. Die Nordseesorte Brent kostet aktuell rund 66 US-Dollar je Barrel, das Fass der amerikanischen Ölsorte WTI bleibt nahe der 63 US-Dollar-Marke.

Im Fokus steht nun das nächste Treffen von Donald Trump mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj. Unterstützung bei dem Treffen soll von EU-Ratspräsidentin Ursula von der Leyen und Bundeskanzler Friedrich Merz kommen. Während die USA über Sicherheitsgarantien für die Ukraine nachdenken, lehnen Kiew und große Teile Europas Gebietsabtretungen an Russland weiterhin ab. Solange keine Einigung in Sicht ist, bleibt auch die Lage am Ölmarkt von Unsicherheit geprägt.

In der DACH-Region starten die Heizölpreise vergleichsweise unbewegt in die neue Woche. In Deutschland verharren diese bei rund 88 Cent je Liter, in Österreich bei 1,09 Euro und in der Schweiz bei 92 Rappen. Damit bewegen sich die Preise im laufenden Jahr weiterhin im unteren Drittel der Spanne und bieten Verbrauchern attraktive Konditionen für eine Bevorratung. Entsprechend rege fällt auch die Nachfrage aus, die Bestellungen bleiben auf einem hohen Niveau.

Im Vorjahresvergleich wird der Preisvorteil besonders deutlich: Im August 2024 mussten deutsche Ölheizer im Schnitt noch knapp 95 Cent je Liter bezahlen. Heute liegt der Marktpreis rund sechs Prozent niedriger. In Österreich lag der Literpreis vor einem Jahr bei etwa 1,13 Euro und damit rund zwei Prozent höher als aktuell. Auch in der Schweiz zeigen sich spürbare Rückgänge. Dort lag der Durchschnitt im August 2024 bei rund 1,02 Franken je Liter, was einem Abschlag von etwa sieben Prozent entspricht.

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