Heizölpreise klettern auf 6-Wochen-Hoch

17.09.25 • 09:55 Uhr • HeizOel24 News • Janin Wordel

Die Ölpreise haben im Dienstagshandel deutlich zugelegt, geben am Mittwochvormittag wieder leicht ab. Brent hat die 68 US-Dollar Marke geknackt. Die Spannungen rund um Russland und mögliche Angebotsrisiken stützen das Preisniveau. Auch die Ergebnisse der heutigen Fed-Sitzung könnten für Auftrieb sorgen. Die Heizölpreise in Deutschland, Österreich und der Schweiz ziehen mit und zeigen sich mit durchschnittlich +0,9 Cent bzw. Rappen je Liter deutlich teurer im Vergleich zu gestern.

Nach mehreren Tagen mit Preisaufschlägen stabilisieren sich die Rohölpreise heute am frühen Morgen knapp unter den jüngsten Hochs. Die Nordseesorte Brent kostet 68,34 US-Dollar je Barrel, US-Rohöl (WTI) liegt bei 64,35 US-Dollar. Der Gasölpreis notiert mit 714,75 US-Dollar pro Tonne ebenfalls fester und bleibt damit klar über der 700er-Marke. Zwar spricht die Angebotsseite mittelfristig eher für fallende Kurse, doch kurzfristig dominieren geopolitische Risiken das Handelsgeschehen.

Die wiederholten ukrainischen Drohnenangriffe auf russische Raffinerien und Exporthäfen sorgen für Verunsicherung unter den Marktteilnehmern. Zuletzt wurde die Saratov-Raffinerie zum fünften Mal attackiert. Gleichzeitig wächst der politische Druck in Europa. Die EU kündigte an, den Ausstieg aus russischen Energieimporten zu beschleunigen. Auch Sanktionen gegen Energieunternehmen aus Indien und China stehen wieder im Raum, ein Vorschlag, der eng mit den US-amerikanischen Forderungen nach Sekundärzöllen zusammenhängt.

Obwohl die USA zuletzt auf neue Zölle gegen Drittländer verzichtet haben, bleibt die politische Lage angespannt und sorgt für die aktuellen Preissteigerungen. Verstärkt wird dieser Effekt durch das heutige Fed-Zinsmeeting, bei dem eine Zinssenkung um 25 Basispunkte erwartet wird. Eine Lockerung der Geldpolitik könnte die Ölnachfrage stützen und zu weiterer Dollarschwäche führen, was Rohöl für Käufer außerhalb der USA günstiger macht.

Am physischen Heizölmarkt zeigt sich die Entwicklung in allen drei DACH-Ländern einheitlich. Heizöl verteuert sich. In Deutschland liegt der landesweite Durchschnittspreis aktuell bei 91,6 Cent je Liter und damit im Mittel rund 0,9 Cent über dem Vortagespreis. Das ist der höchste Stand seit sechs Wochen. In Österreich haben die Preise erstmals wieder die Marke von 1,10 Euro überschritten. Auch in der Schweiz setzt sich der Aufwärtstrend fort. Dort zahlen Kunden heute rund 94,4 Rappen je Liter.

Die Nachfrage bleibt trotz der Preissteigerungen hoch. Herbstliche Temperaturen machen sich allmählich breit und rufen die Heizung zurück ins Gedächtnis. Trotz der Teuerung liegen die Heizölpreise im Mittelfeld des laufenden Jahres und bieten gute Konditionen, um sich zu bevorraten. Dazu kommt, dass mit dem anziehenden Bestellvolumina auch die Lieferfristen länger werden. Heißt: Wessen Tank kein Raum zur Spekulation hergibt, sollte rechtzeitig bestellen oder kurze Lieferfristen wählen.

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