Heizölpreise fallen auf 4-Monatstief

17.10.25 • 09:53 Uhr • HeizOel24 News • Janin Wordel

Die Ölpreise geraten erneut unter Druck. Trotz kurzfristiger Erholungstendenzen steuern Brent und WTI auf den dritten Wochenverlust in Folge zu. Die Aussicht auf ein Überangebot und neue Spannungen zwischen den USA und China halten die Märkte in Atem. Heizölkunden profitieren weiterhin. Die Inlandspreise geben zum Wochenende deutlich nach und verbilligen Heizöl im Durchschnitt um rund 1,2 Cent bzw. Rappen je Liter. Die Bestellaktivität hat in den vergangenen Tagen deutlich zugenommen.

An den internationalen Ölbörsen setzt sich der Abwärtstrend fort. Der Gasoil-Kontrakt schloss am Donnerstag bei 643,00 Dollar pro Tonne, rund fünf US-Dollar über dem Vortag, blieb damit aber klar im unteren Trendkanal. Brent notierte am Freitagmorgen bei 60,65 US-Dollar pro Barrel, WTI knapp darunter bei rund 57,05 US-Dollar.

Die Stimmung an den Börsen bleibt bearish. Die IEA erwartet für 2026 ein Überangebot von bis zu vier Millionen Barrel pro Tag, der stärkste Überschuss seit der Pandemie. Auch die US-Lagerdaten zeigen keine Entspannung. Zwar fielen die vom Department of Energy (DOE) gemeldeten Rohölaufbauten geringer aus als vom Branchenverband API kommuniziert, doch der Gesamtbestand erreichte mit 1,288 Milliarden Barrel ein neues Langzeithoch.

Analysten verweisen zudem auf den stark gesunkenen Raffinerieausstoß in den USA, der um fast sieben Prozentpunkte auf 85,7 Prozent gefallen ist. Wartungsarbeiten und ein Brand in einer großen Anlage in Kalifornien drückten die Auslastung. Ein noch größerer Lageraufbau wurde lediglich durch höhere Exporte verhindert.

Auch geopolitisch bleibt der Markt nervös. Während die Waffenruhe in Gaza weiter hält, sorgt der schwelende Zollstreit zwischen den USA und China erneut für Verunsicherung. Beide Länder gehören zu den größten Ölverbrauchern der Welt, ein erneuter Handelskonflikt könnte die Nachfrage spürbar bremsen. Zudem kündigte Präsident Trump neue Gespräche mit Russlands Präsident Wladimir Putin an, um den Ukraine-Krieg „innerhalb der nächsten zwei Wochen“ zu beenden. Eine tatsächliche Entspannung könnte den geopolitischen Risikoaufschlag weiter reduzieren, was die Ölpreise zusätzlich belasten würde.

Auch am Heizölmarkt setzt sich die Preisrücknahme fort. Der bundesweite Durchschnittspreis in Deutschland fällt heute auf rund 87 Cent pro Liter bei einer Standardbestellung von 3.000 Litern, etwa 1,2 Cent weniger als am Donnerstag. Der gestärkte Euro gegenüber dem US-Dollar gibt seinen Beitrag dazu, denn Ölimporte werden dadurch günstiger. In der Schweiz bewegen sich die Preise um 90,2 Rappen je Liter, in Österreich liegt der Durchschnitt bei 1,08 Euro. Beide Länder profitieren ebenfalls von der schwächeren internationalen Notierung.

Die Nachfrage zieht weiter an. Mit dem jüngsten Preisrutsch haben die Heizölpreise in Deutschland ein 4-Monatstief erreicht. In der Schweiz kostet Heizöl so wenig wie zuletzt Anfang Juni, und auch in Österreich wurden zuletzt vor rund sechs Wochen ähnlich günstige Preise verzeichnet. Damit bleibt die Kaufgelegenheit vor dem Wochenende attraktiv. Viele Ölheizer fragen sich nun, wie weit die Preise noch fallen könnten, bevor sie ihren Tank wieder auffüllen. Dafür sollte die Nachrichtenlage aufmerksam verfolgt werden.

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