Heizölpreise uneinheitlich – Ölmarkt verliert Schwung

04.11.25 • 12:13 Uhr • HeizOel24 News • Janin Wordel

Nach dem Wochenauftakt mit Gewinnen zeigen sich die Ölbörsen heute leicht schwächer. Zwischen Russland-Sanktionen, Rekordförderung in den USA und einer vorsichtigen OPEC+-Politik bleibt die Richtung für die Ölpreise noch unklar. Die Preislandschaft am Heizölmarkt zeigt sich ebenfalls sehr vielfältig. Je nach Region sind Ab-, aber auch Aufschläge bis zu einem Cent je Liter möglich.

Die Ölfutures starteten am Montag mit verhaltener Zuversicht in die Woche. Der Beschluss der acht OPEC+-Staaten, ihre freiwilligen Produktionskürzungen im ersten Quartal 2026 auszusetzen, wirkte zunächst stützend. Doch der Effekt wurde rasch durch neue Zahlen aus den USA relativiert: Die US-Energiebehörde EIA meldete für August ein weiteres Förderrekordhoch von 13,8 Millionen Barrel pro Tag, was die Sorgen über ein Überangebot an Rohöl befeuert.

Im gestrigen Handelstag zogen Brent und WTI zunächst an, bevor die Notierungen an ihren mittelfristigen Widerständen scheiterten. Gewinnmitnahmen drückten die Preise am Nachmittag leicht ins Minus. Gasöl zog mit etwas Verzögerung nach, nachdem der Preis zuvor noch über dem Durchschnitt der letzten sieben Tage gelegen hatte.

Für zusätzliche Unsicherheit sorgte ein ukrainischer Drohnenangriff auf den russischen Schwarzmeerhafen Tuapse, der kurzzeitig Befürchtungen über neue Exportausfälle schürte. Ein stärkerer US-Dollar und schwächere Konjunktursignale aus China verhinderten jedoch eine nachhaltige Erholung der Preise.

Die Heizölpreise zeigen sich am Dienstag moderater im Vergleich zu gestern. Im deutschen Durchschnitt bewegt sich die Preiskurve etwa 0,2 Cent nach oben. Die vereinzelt recht hohen Aufschläge von bis zu einem Cent je Liter in Baden-Württemberg und im Saarland werden durch leichte Abschläge im Nordosten und Westen Deutschlands kompensiert. Dennoch startet der November mit seinem noch jungen Monatsdurchschnitt von 93,8 Cent je Liter teurer und liegt preislich deutlich über anderen Herbstmonaten (90,5 Cent). Treiber sind die festeren Börsenvorgaben und ein insgesamt lebhafter Herbstbedarf.

Der Blick auf den österreichischen Preischart bestätigt: der November zieht seitwärts. Das versetzt Verbraucher in die komfortable Lage, noch etwas beim Heizölkauf zu warten. Natürlich nur, wenn die Lieferfristen mit einkalkuliert werden, um rechtzeitig den Tank voll zu haben. Das Aufwärtspotenzial von Oktober ist mit dem neuen Monat in der Schweiz vorerst abgeschüttelt. Bis zu 0,6 Rappen je Liter vergünstigt sich Heizöl heute. Damit ist die Oktober-Teuerung zwar noch lang nicht abgefedert, aber die Richtung stimmt schon mal. Das kantonweite Mittel liegt aktuell bei 96,8 Rappen pro Liter.

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