Drohnenangriff schüttelt den Ölmarkt – Heizöl legt wieder zu

14.11.25 • 09:53 Uhr • HeizOel24 News • Janin Wordel

Die Ölpreise starten am Freitag mit einem deutlichen Satz nach oben. Auslöser ist ein nächtlicher Drohnenangriff auf den russischen Schwarzmeerhafen Noworossijsk. Auch am Inlandsmarkt zeigt das Wirkung und verteuert Heizöl heute um bis 0,9 Cent bzw. Rappen je Liter.

Der Donnerstag war zunächst von einer nüchternen Grundstimmung geprägt. Die Kehrtwende der OPEC, die im Monatsbericht nun ein globales Überangebot sieht, hatte den Markt bereits zur Wochenmitte deutlich belastet. Auch die EIA und das API setzten den bearishen Ton fort. Gestiegene US-Bestände und höhere Produktionsprognosen deuteten weiterhin auf ein hohes Angebot hin, sodass die Rohölpreise charttechnisch unter Druck blieben.

Am Abend folgte der verzögerte Bericht des Department of Energy (DOE), der einen kräftigen Anstieg der Rohölbestände um +6,4 Mio. Barrel bestätigte, den höchsten Stand seit Juni. Da es laut DOE bei den Destillaten und Benzin zu Abbauten kam, wiegt sich der Bericht hinsichtlich der Impulsstärke weitestgehend aus.

Die Meldung über erneute Angriffe auf russische Energieanlagen sorgte anschließend für kräftige Bewegung an den Börsen. Ukrainische Drohnen hatten ein Öllager sowie Hafenanlagen in Noworossijsk getroffen. Der Hafen gehört zu den zentralen Exportstandorten Russlands und spielt eine wichtige Rolle für die internationalen Lieferströme. Auch wenn das genaue Ausmaß der Schäden noch unklar ist, reichte die Nachricht aus, um Brent und WTI im frühen Handel spürbar nach oben zu pushen.

Dass der November sehr volatil ist, zeigt sich heute erneut. Nach dem Preisrutsch am Donnerstag legen die Heizölpreise heute nun um die Hälfte wieder zu. Der nächtliche Preisschub beim Rohöl und am Gasölmarkt sorgt für Aufschläge von durchschnittlich 0,9 Cent je Liter. Der letzte Monat der Herbsttrilogie weist zur Halbzeit einen Durchschnittspreis von 95,6 Cent je Liter auf, dem der aktuelle Heizölpreis mit den heutigen Aufschlägen exakt entspricht.

In Österreich setzt sich die leichte Aufwärtsbewegung der vergangenen Tage fort. Seit Anfang November sind die Heizölpreise dort um knapp fünf Prozent gestiegen. Der Monatsdurchschnitt liegt aktuell bei 1,15 Euro pro Liter und damit leicht unter dem derzeitigen Niveau von rund 1,17 Euro. In der Schweiz müssen Verbraucher heute mit einem durchschnittlichen Aufschlag von 0,6 Rappen je Liter rechnen. Der stärkere Franken dämpft dabei einen Teil der Preisbewegung. Mit einem Mittelwert von 97,8 Rappen pro Liter liegt der aktuelle Preis etwas unter dem Monatsdurchschnitt von 99,2 Rappen.

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