Heizölpreise rutschen weiter ab

27.11.25 • 09:49 Uhr • HeizOel24 News • Janin Wordel

Die Ölpreise starten auf Vortagesniveau in den Donnerstagshandel, während es mit den Gasölpreisen weiter abwärts geht. Der Ölmarkt bleibt im Bann der Friedensgespräche, viel Hoffnung, aber auch viel Skepsis. Durch den heutigen Feiertag in den USA wird ein ruhiger Handel erwartet. Ganz anders als ruhig geht es im Inland zu. Die deutlichen Preisabschläge der letzten Tage animieren zum Tanken. Am Vormittag geht es mit der Rutschpartie weiter und zwar einen Cent bzw. Rappen je Liter.

Die Ölpreise standen am Mittwoch erneut unter Druck. Auslöser waren die anhaltenden Signale aus dem Ukraine-Konflikt, die zwar kein klares Durchbruchversprechen liefern, aber genug Gesprächsdynamik erzeugen, um die Nervosität am Markt hochzuhalten. Gasoil fiel deutlich auf 666,25 Dollar, ein Minus von 17,75 US-Dollar zum Vortag, während die Rohölpreise Brent und WTI ihre Dynamik bei der Abwärtsbewegung verloren. Am Morgen kostet ein Barrel der Nordseesorte 63,03 US-Dollar, ein Fass der amerikanischen Ölsorte 58,61 US-Dollar und damit ungefähr so viel wie am Vortag.

Marktteilnehmer bleiben bezüglich der Friedensverhandlungen wachsam. Zwar redet man in Washington und Moskau weiter miteinander, doch Experten warnen zunehmend davor, zu viel in die politischen Signale hineinzuinterpretieren. Denn selbst ein Rahmenabkommen würde nicht automatisch bedeuten, dass russisches Öl in großem Stil zurück auf den Weltmarkt drängt. Die Sanktionen sind komplex und die Bereitschaft der europäischen Abnehmer eher frostig.

Die gestrigen offiziellen US-Bestandsdaten des Department of Energy (DOE) lieferten am Abend ebenfalls keinen Rückenwind. Im Gegenteil. Der Report meldete Aufbauten in allen wichtigen Kategorien und bestätigte damit den Eindruck eines Marktes, der eher zu viel als zu wenig Öl sieht. Da in den USA heute Thanksgiving gefeiert wird, fehlt dem Handel zusätzlich Schwung. Es wird ein dünner Handel erwartet.

Für Verbraucher zeigt der Trend heute klar nach unten. Die Heizölpreise geben gegenüber gestern Morgen erneut spürbar nach. Bundesweit fällt der Durchschnitt um gut einen Cent und nähert sich damit in Deutschland wieder der Marke von 90 Cent pro Liter. Der November zeigt damit seine ganze Sprunghaftigkeit. Erst der Anlauf Richtung Ein-Euro-Marke, dann der abrupte Sturz. Für Verbraucher mit Kaufabsicht ist das ein Monat mit Achterbahn-Charakter.

In Österreich ziehen die Heizölpreise ebenfalls weiter südwärts. Die 1,17 Euro-Marke ist geknackt und Heizöl hat in den letzten Tagen fast zwei Prozent seines Preisgewichtes abgeworfen. In der Schweiz ist die Talfahrt noch prägnanter. Dort rauschen die Heizölpreise mit der heutigen Abwärtsbewegung unter die 94 Rappen-Marke und sind seit letzter Woche um neun Prozent schlanker. Die Preisnachlässe machen sich deutlich in der Nachfrage bemerkbar. Von Winterschlaf kann da keine Rede mehr sein. Verbraucher nutzen die Tal-Phase, um sich einzudecken. Schließlich gehen die Temperaturen ebenfalls runter.

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