Öl- und Heizölpreise bewegen sich mit Vorsicht

04.12.25 • 10:36 Uhr • HeizOel24 News • Janin Wordel

Nach den deutlichen Verlusten vom Vortag starten die Ölpreise heute etwas fester. Ein neuer ukrainischer Drohnenangriff auf die Druschba-Pipeline sorgt am Morgen für Nervosität. Gleichzeitig belasten die jüngsten US-Ölbestandsdaten vom DOE. Im Inland halten sich die Heizölpreise weitgehend auf dem Niveau von gestern, mit leichter Abwärtstendenz.

Der Mittwoch begann für die Ölfutures mit einer eher verhaltenen Stimmung. Die Bestandsdaten des American Petroleum Institute (API) vom Vorabend belasteten den Markt, denn obwohl die US-Rohölvorräte laut API leicht zurückgingen, legten die Bestände bei Diesel und Benzin so stark zu, dass die Gesamtbotschaft klar bearish wirkte. Parallel dazu gab es keine neuen Fortschritte im Friedensprozess zwischen Russland und der Ukraine.

Für zusätzliche Nervosität sorgte ein erneuter ukrainischer Drohnenangriff auf die Druschba-Pipeline, über die Russland weiterhin Öl nach Ungarn und in die Slowakei liefert. Auch wenn die Betreiber bestätigten, dass die Mengen zunächst unverändert weiterfließen, werteten Trader die Attacke als weiteres Zeichen dafür, wie fragil die Versorgungslage bleibt.

Zwar versuchten die Rohölnotierungen den ein oder anderen Erholungsversuch, als dann aber die offiziellen US-Bestandsdaten des Department of Energy (DOE) für die letzte Berichtswoche veröffentlicht wurde, gingen diese in die Knie. Mit der Meldung, dass die US-Rohölvorräte, abweichend zum API, ebenfalls gestiegen waren und zugleich die Nachfrage spürbar nachgelassen hatte, war die zarte Aufwärtsdynamik sofort dahin. Ausgerechnet die Woche rund um Thanksgiving, üblicherweise mit Nachfrageschub, fiel diesmal spürbar schwächer aus. Das passte nicht ins Bild und verstärkte den Eindruck, dass der US-Markt derzeit mehr Benzin und Diesel produziert, als abgerufen wird. Für die Ölpreise war das ein klarer Dämpfer und Gasoil rutschte sogar auf ein neues Tagestief.

Die Heizölpreise starten mit marginalen Abschlägen von durchschnittlich 0,1 Cent bzw. Rappen je Liter erstmal verhalten in den Donnerstag. Bundesweit liegt der Durchschnitt in Deutschland aktuell jedoch schon unter der 90 Cent-Marke, die im November oft weit weg schien. In Österreich kann der Durchschnittspreis knapp unter 1,15 Euro pro Liter fallen. In der Schweiz zeigt sich ein ähnliches Bild. Dort bewegt sich der Heizölpreis in langsamen Schritten Richtung 94 Rappen-Marke. Insgesamt zeigt sich die Preiskurve dort etwas schwankungsanfälliger als bei den Nachbarn. Alles in allem bringt der noch junge Dezember Abwärtspotenzial mit, das die Nachfrage im DACH-Raum wieder ankurbelt. Wer vor den Weihnachtsfeiertagen noch Öl braucht, sollte sich bei der Bestellung sputen und gegebenenfalls lieber eine kürzere Lieferfrist wählen.

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