Ölpreise bleiben unter Druck

03.02.26 • 11:34 Uhr • HeizOel24 News • Olivia Neven

Die Ölpreise geben auch heute weiter nach. Auslöser sind die anhaltenden Signale der Entspannung zwischen den USA und dem Iran, dazu kommt ein festerer Dollar als zusätzlicher Bremsfaktor. Heizölpreise reagieren in Deutschland uneinig, jedoch geht es in den meisten Teilen des Landes um rund 0,8 Cent je Liter nach unten, in der Schweiz und in Österreich zeigen die Preise sich fast einheitlich bearish.

Zum Wochenstart hatte der Ölmarkt bereits einen großen Teil der zuletzt aufgebauten Risikoprämie abgegeben, nachdem sich die Lage zwischen den USA und dem Iran übers Wochenende etwas entspannt hatte. Diese Richtung setzt sich nun fort. Zwar bleibt der Ton zwischen Washington und Teheran weiter empfindlich, gleichzeitig rücken aber wieder Themen in den Vordergrund, die in den vergangenen Tagen eher überlagert waren, etwa die Frage, wie belastbar die Entspannung wirklich ist.

Zusätzliche Aufmerksamkeit bekommt heute ein von Donald Trump angekündigter Handelsdeal mit Indien. Nach seinen Angaben soll Indien deutlich weniger russisches Öl importieren und stattdessen stärker auf Lieferungen aus den USA setzen. Eine offizielle Bestätigung aus Indien steht bislang noch aus, entsprechend bleibt die Lage hier unscharf. Unterm Strich bewegen sich die Ölpreise damit weiter in einem Umfeld, das von Unsicherheit geprägt ist: Entspannungssignale im Iran-Konflikt drücken, während geopolitische und handelspolitische Meldungen immer wieder kurzfristige Gegenimpulse liefern.

Auf der Angebotsseite bleibt die OPEC+ bei ihrer Linie und bestätigt die Pause bei den Förderanhebungen auch für März. Gleichzeitig kommt das kasachische Tengiz-Ölfeld nur langsam wieder zurück, was kurzfristig stützen kann, während die längerfristigen Erwartungen für 2026 weiterhin eher von reichlich Angebot ausgehen. Insgesamt bleibt der Markt damit schwankungsanfällig, mit einer Tendenz, die aktuell eher nach unten zeigt.

In Deutschland geben die Heizölpreise heute wieder überwiegend leicht nach. Der Durchschnitt liegt bei rund 93 Cent je Liter. Damit setzt sich die Beruhigung fort, die bereits zum Wochenstart eingesetzt hat. Nach der kräftigen Bewegung der vergangenen Woche wirkt der Markt aktuell weniger aufgeregt, die Preise bleiben aber weiterhin klar über den Tiefständen aus dem Dezember.

In Österreich zeigt sich Heizöl stabil bis minimal schwächer. Der Durchschnitt liegt heute bei rund 1,09 Euro je Liter. Nach den spürbaren Abschlägen am Wochenanfang ist das eher ein Seitwärtstag, der das aktuelle Niveau erst einmal bestätigt.

In der Schweiz fällt der Rückgang deutlicher aus. Der Durchschnitt liegt bei rund 95 Rappen je Liter. Nach den Anstiegen Ende Januar kommt damit spürbar Luft aus dem Markt, ohne dass der Januar-Aufwärtstrend komplett bricht.

HeizOel24-Tipp: Nach den jüngsten Preisrückgängen kann es sinnvoll sein, Bestellungen aufzuteilen. So lassen sich kurzfristige Schwankungen besser ausgleichen und über das Jahr ein stabilerer Durchschnittspreis erzielen. HeizOel24.

Jetzt auf dem Laufenden bleiben
Infoservices
93,96 CHF
Veränderung
-1,07 %
zum Vortag
93,96 CHF
/100l
Prognose
+0,69 %
zu morgen
Ø CH CHF/100l bei 3.000l | 03.02.2026, 13:43
$/Barrel +0,51%
Gasöl 681,50
$/Tonne +0,59%
USD/CHF 0,7775
CHF -0,17%
US-Rohöl 62,41
$/Barrel +0,13%
Börsendaten
Dienstag
03.02.2026
11:34 Uhr
Schluss Vortag
02.02.2026
Veränderung
zum Vortag
Rohöl
Brent Crude
66,29 $
pro Barrel
66,15 $
pro Barrel
+0,21%
Gasöl
682,00 $
pro Tonne
677,50 $
pro Tonne
+0,66%
Euro/Dollar
1,1792 $
1,1788 $
+0,03%
(konstant)
USD/CHF
0,7785 CHF
0,7788 CHF
-0,04%
(konstant)
Heizölpreis
Dienstag
03.02.2026
11:34 Uhr
Schluss Vortag
02.02.2026
Veränderung
zum Vortag
Deutschland
93,13 €
93,53 €
-0,43%
Österreich
109,39 €
109,67 €
-0,26%
Schweiz
93,89 CHF
94,98 CHF
-1,14%
Ø 100l Preis bei 3.000l
4-Wochen Prognose
Rohöl fallend
Heizöl fallend
alle Angaben ohne Gewähr

HeizOel24 Logo
Marktbarometer

Tagesaktuelle Auswertung des Handelsgeschehens auf HeizOel24 im Vergleich zum Durchschnitt der letzten 12 Monate.
Ölpreise starten schwächer in die Woche
02.02.26 • 12:01 Uhr • Olivia Neven
Die Ölpreise starten mit Abschlägen in die neue Woche, nachdem sich im Konflikt zwischen den USA und dem Iran erste Zeichen der Entspannung zeigen. Die zuletzt aufgebaute geopolitische Risikoprämie wird damit weiter abgebaut, nachdem es bereits zum Ende der vergangenen Woche zu ersten Gewinnmitnahmen gekommen war. Diese Bewegung setzt sich nun auch im Heizölmarkt fort, wo sich zum Wochenstart spürbare Weiterlesen
Ölpreise treten nach Mehrmonatshochs auf Bremse
30.01.26 • 11:00 Uhr • Janin Wordel
Die Ölpreise gaben gestern nach ihrem starken Lauf etwas nach, und knüpfen am Freitag an ihre Vortagesverluste an. Auslöser waren Gewinnmitnahmen nach den Mehrmonatshochs, während geopolitische Risiken rund um Iran und die angespannte Lage im Nahen Osten weiter präsent blieben. Im Inland kommt die Abwärtsbewegung an den Börsen noch nicht an. Für Heizölkunden zeigt sich das am Vormittag noch mit steigenden Weiterlesen

Pressekontakt

Oliver Klapschus
Geschäftsführer
+49(0)30 7017120
Newsarchiv