Ölpreise fallen nach Iran-Signalen

09.02.26 • 11:02 Uhr • HeizOel24 News • Janin Wordel

Die Ölpreise sind am Freitag gefallen, nachdem sich die Gespräche zwischen den USA und Iran fortsetzen sollen. Damit baut der Markt einen Teil der zuletzt eingepreisten Risikoprämie wieder ab. Nach den Mehrmonatshochs dominierten zudem Gewinnmitnahmen. In der Folge geben auch die Heizölpreise im Inland bis zu 0,8 Cent je Liter nach.

Die Ölpreise sind zum Wochenschluss unter Druck geraten. Auslöser waren Signale aus Washington und Teheran, wonach die Gespräche über das iranische Atomprogramm fortgesetzt werden sollen. Das nahm dem Markt einen Teil der Sorge vor einer weiteren Eskalation im Nahen Osten, die die Preise zuvor bis auf Mehrmonatshochs getrieben hatte.

Zugleich nutzten viele Händler das hohe Preisniveau für Gewinnmitnahmen. In den Tagen zuvor hatte sich die Nordseesorte Brent und die amerikanische Ölsorte West Texas Intermediate (WTI) deutlich verteuert, gestützt durch geopolitische Risiken, kältebedingte Produktionsausfälle in den USA und eine nur langsame Rückkehr der Förderung am kasachischen Tengiz-Ölfeld. Neue belastende Nachrichten kamen am Freitag jedoch nicht hinzu.

Zusätzlichen Druck brachte der stärkere Euro. Die Gemeinschaftswährung legte gegenüber dem US-Dollar zu, was die in US-Dollar gehandelten Ölpreise weiter belastete. Auch die Aussicht, dass ein erneuter US-Regierungsshutdown vorerst vermieden werden kann, sorgte für etwas mehr Ruhe an den Finanzmärkten.

Die Abwärtsbewegung kommt zum Wochenstart klar im Heizölmarkt an. Nach der schwächeren Gasölentwicklung und der Wechselkursbewegung ergibt sich gegenüber Freitag ein Minus von rund 0,8 Cent je Liter. Damit fällt der bundesweite durchschnittliche Heizölpreis in Deutschland auf ca. 93 Cent je Liter. Regional zeigt sich jedoch ein differenziertes Bild. Während Heizöl in Mitteldeutschland noch ca. 95 Cent je Liter kostet, ist der flüssige Brennstoff mit 88 - 91 Cent je Liter im Westen und Teilen des Südens deutlich günstiger.

In Österreich fallen die Preise ebenfalls, allerdings weniger stark. Die Ausschläge bleiben kleiner, der Markt bewegt sich enger, folgt aber der internationalen Vorgabe nach unten. Im bundesweiten Durchschnitt bleibt Heizöl auf dem Preisniveau von 1,08 Euro pro Liter. In der Schweiz sinken die Heizölpreise ebenfalls. Kartonweise können diese etwa 0,5 Rappen je Liter abwerfen und notieren am Morgen bei 94,6 Rappen je Liter.

HeizOel24-Tipp: Die Abwärtsbewegung bei den Heizölpreisen lässt nun wieder mehr Spekulationsraum zu. Hier lohnt sich, ein Preisalarm zu setzen. Sie legen den Preis fest, zu dem Sie kaufen möchten, und werden automatisch informiert, sobald Ihr Wunschwert erreicht wird. HeizOel24

Jetzt auf dem Laufenden bleiben
Infoservices
96,82 CHF
Veränderung
-0,08 %
zum Vortag
96,82 CHF
/100l
Prognose
0,00 %
zu morgen
Ø CH CHF/100l bei 3.000l | 27.02.2026, 22:15
$/Barrel +2,27%
Gasöl 753,75
$/Tonne +2,20%
USD/CHF 0,7687
CHF -0,61%
US-Rohöl 67,16
$/Barrel +2,58%
Börsendaten
Montag
09.02.2026
11:02 Uhr
Schluss Vortag
08.02.2026
Veränderung
zum Vortag
Rohöl
Brent Crude
67,39 $
pro Barrel
68,10 $
pro Barrel
-1,04%
Gasöl
682,00 $
pro Tonne
694,75 $
pro Tonne
-1,84%
Euro/Dollar
1,1862 $
1,1813 $
+0,41%
(etwas fester)
USD/CHF
0,7719 CHF
0,7755 CHF
-0,46%
(etwas schwächer)
Heizölpreis
Montag
09.02.2026
11:02 Uhr
Schluss Vortag
08.02.2026
Veränderung
zum Vortag
Deutschland
93,26 €
94,24 €
-1,04%
Österreich
108,52 €
108,60 €
-0,08%
Schweiz
93,78 CHF
94,63 CHF
-0,90%
Ø 100l Preis bei 3.000l
4-Wochen Prognose
Rohöl leicht fallend
Heizöl leicht fallend
alle Angaben ohne Gewähr

HeizOel24 Logo
Marktbarometer

Tagesaktuelle Auswertung des Handelsgeschehens auf HeizOel24 im Vergleich zum Durchschnitt der letzten 12 Monate.
Heizölpreise gehen teurer ins Wochenende
27.02.26 • 11:06 Uhr • Janin Wordel
Die Atomgespräche zwischen den USA und dem Iran in Genf haben gestern keinen Durchbruch gebracht, sollen aber fortgeführt werden. Der Rohölmarkt erlebte einen der volatilsten Tage der Woche, die Preise schossen zeitweise auf neue Langzeithochs, bevor es zu Gewinnmitnahmen kam. Die Heizölpreise ließen sich von der Abwärtsbewegung anstecken, drehen aber in Deutschland und Österreich am Morgen erneut Weiterlesen
Ölmarkt wartet auf Iran-Gespräche in Genf
26.02.26 • 10:24 Uhr • Janin Wordel
Der Ölmarkt hält heute die Luft an. In Genf treffen sich die USA und der Iran zu einer weiteren Runde indirekter Atomgespräche, deren Ausgang die Preisrichtung für die kommenden Tage bestimmen dürfte. Die Heizölpreise in Deutschland, Österreich und der Schweiz zeigen sich Richtung Wochenschluss weitgehend stabil.Der Mittwoch brachte an den Ölbörsen wenig Orientierung. Starke US-Rohölbestandsdaten drückten Weiterlesen

Pressekontakt

Oliver Klapschus
Geschäftsführer
+49(0)30 7017120
Newsarchiv