Heizölpreis hält das Wochenniveau

15.05.26 • 10:40 Uhr • HeizOel24 News • Janin Wordel

Die Ölpreise bleiben zum Wochenschluss in Bewegung, aber mit deutlich weniger Dynamik. Nach den deutlichen Aufschlägen der vergangenen Tage halten sich die Notierungen auf erhöhtem Niveau und warten auf neue Entwicklungen rund um den Persischen Golf. Dagegen kommen die Heizölpreise ein Stück zurück und geben am Morgen durchschnittlich 0,3 Cent bzw. Rappen je Liter ab.

In Peking laufen die Gespräche zwischen Donald Trump und Xi Jinping weiter, doch ein Durchbruch ist bislang nicht in Sicht. Beide Seiten betonen zwar die Bedeutung einer offenen Straße von Hormus, konkrete Schritte bleiben jedoch aus. Gleichzeitig heißt es aus Washington, dass China seine Energieversorgung breiter aufstellen will und verstärkt auf US-Öl blickt. Doch das wurde von Peking bisher nicht bestätigt.

Auch aus Teheran kommen keine Signale der Entspannung. Vertreter der iranischen Führung machen klar, dass es ohne Vorbedingungen keine neuen Gespräche geben wird. Dazu zählen unter anderem die Aufhebung von Sanktionen, finanzielle Zugeständnisse und die Anerkennung der eigenen Position im Persischen Golf. Der Spielraum für eine Annäherung bleibt damit eng.

Während diplomatisch wenig vorangeht, kommt Bewegung zumindest auf dem Wasser auf. In den vergangenen Tagen haben wieder einzelne Supertanker den Persischen Golf verlassen – konkret vier große Rohöltanker mit jeweils rund zwei Millionen Barrel. Drei davon wurden im Irak beladen, einer mit Öl aus den VAE und Kuwait. Parallel dazu ist auch die Gesamtzahl der Durchfahrten gestiegen. Innerhalb einer Woche wurden rund 38 Schiffsbewegungen durch die Straße von Hormus registriert, deutlich mehr als zuvor, aber noch weit entfernt vom normalen Verkehrsaufkommen. Tanker, insbesondere mit Verbindungen zu China, können offenbar leichter passieren.

Trotz dieser leichten Entlastung bleibt die Versorgungslage angespannt. Die Monatsberichte von EIA und IEA zeigen klar, dass der Markt kurzfristig unterversorgt ist und die Lagerbestände weiter sinken. Erst für die Zeit danach wird wieder mehr Angebot erwartet. Zusätzliche Hinweise dürfte der noch ausstehende OPEC-Bericht liefern.

Auch die aktuellen Bestandsdaten des US-Energieministeriums (DOE) liefern ein differenziertes Bild. Sowohl die Rohölbestände als auch die Benzinvorräte sind stärker als erwartet gefallen, was die angespannte Versorgungslage unterstreicht. Besonders auffällig ist der deutliche Rückgang bei Benzin, das auf den niedrigsten Stand seit Jahren gefallen ist. Gleichzeitig sind die Destillatbestände leicht gestiegen und die Nachfrage bleibt insgesamt verhalten. Unter dem Strich stützen die Bestandsabbauten bei Rohöl und Benzin zwar das Preisniveau, die übrigen Daten bremsen jedoch stärkere Ausschläge. Unter dem Strich bleibt der Markt damit angespannt und richtungssensibel.

Im Inland spiegelt sich diese Lage nur gedämpft wider. Die Heizölpreise bewegen sich weiter in engen Bahnen und reagieren deutlich langsamer auf die internationalen Impulse. In Deutschland liegt das Niveau aktuell bei rund 1,26 Euro je Liter, in Österreich bei etwa 1,58 Euro und in der Schweiz um 1,27 Franken.

Auffällig ist vor allem die Stabilität. Trotz hoher Ölpreise halten sich die Inlandspreise vergleichsweise ruhig. Die Ausschläge fallen kleiner aus und der Markt wirkt berechenbarer als noch im März und April.

Für Verbraucher bedeutet das weniger Hektik beim Heizölkauf. Seit dem Preisrutsch Anfang Mai hält sich das Preisniveau. Wer flexibel bleibt, kann auf kleinere Schwankungen setzen. Gleichzeitig sollte die eigene Tankreichweite realistisch eingeplant werden, inklusive Lieferzeit, die schnell zum entscheidenden Faktor werden kann.

HeizOel24-Tipp: Regelmäßige Tankreinigung zahlt sich aus. Ablagerungen im Tank können die Heizungsanlage belasten und den Verbrauch erhöhen. Ein sauberer Tank sorgt für einen störungsfreien Betrieb. Holen Sie sich Ihr kostenloses Angebot. HeizOel24

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