Ölpreise steigen nach Drohnenangriffen

18.05.26 • 11:32 Uhr • HeizOel24 News • Janin Wordel

Die Ölbörsen gehen gegenüber Freitag mit klaren Aufschlägen in den Wochenstart. Nachdem das Treffen zwischen Donald Trump und Xi Jinping am Freitag ohne konkrete Ergebnisse endete, hat sich die Unsicherheit am Markt wieder deutlich erhöht. Auch die Heizölpreise drehen am Vormittag nach oben und orientieren sich vorerst an den Ölbörsen. Durchschnittlich drei Cent bzw. Rappen je Liter mehr kostet Heizöl.

Die Rohölnotierungen schauen auf die Lage am Persischen Golf, die sich über das Wochenende wieder verschärft hat. Sowohl Saudi-Arabien als auch die Vereinigten Arabischen Emirate meldeten neue Drohnenangriffe. In den VAE traf eine Drohne ein Kraftwerk und löste einen Brand aus, weitere Flugkörper konnten abgefangen werden.

Parallel dazu verschärft sich auch der Ton zwischen Washington und Teheran. US-Präsident Trump drohte dem Iran öffentlich mit weiteren Konsequenzen und machte deutlich, dass die Zeit für eine Einigung knapp werde. Gleichzeitig bereitet sich die US-Regierung offenbar konkret auf mögliche militärische Optionen vor. Laut Berichten wurden am Wochenende hochrangige Sicherheitsgespräche geführt, ein weiteres Treffen ist bereits angesetzt.

Dagegen kommen aus Teheran klare Signale in die Gegenrichtung. Ein iranischer Militärsprecher warnte, jede neue „Torheit“ der USA werde mit deutlich härteren und überraschenden Gegenmaßnahmen beantwortet. Die Fronten bleiben damit unverändert verhärtet, die Wahrscheinlichkeit einer erneuten Eskalation steigt.

Der Ölmarkt reagiert prompt. Die Notierungen hatten bereits in der vergangenen Woche deutlich zugelegt, Brent und WTI um mehr als sieben Prozent, und setzen diesen Trend zum Wochenstart fort. Damit bleibt der Markt klar angespannt. Die Kombination aus geopolitischem Risiko, unterbrochenen Lieferketten und sinkenden Lagerbeständen sorgt für anhaltenden Aufwärtsdruck. Entsprechend starten auch die Produktmärkte fester in den Tag. ICE Gasoil liegt am Montag über dem Schlussniveau vom Freitag.

Im Inland ziehen die Preise zum Wochenstart leicht an und geben damit einen Teil der ruhigeren Phase aus der vergangenen Woche wieder ab. Insgesamt bleibt der Heizölmarkt aber stabil und folgt weiter den internationalen Vorgaben, ohne eigene Dynamik zu entwickeln.

Für Verbraucher bleibt die Lage damit weiterhin gut einschätzbar. Die aktuellen Aufschläge ändern zunächst nichts daran, dass sich die Preise in einem vergleichsweise stabilen Rahmen bewegen. Auch wenn die Spannungen rund um den Persischen Golf wieder zunehmen, ist damit nicht automatisch ein dauerhafter Preisanstieg verbunden. Wahrscheinlicher ist, dass die Schwankungen wieder etwas größer werden.

Entscheidend bleibt daher die eigene Ausgangslage. Wer ausreichend bevorratet ist, kann die Entwicklung in Ruhe beobachten. Wird der Tank hingegen knapp, lohnt es sich, die aktuelle Marktbewegung im Blick zu behalten, um nicht von weiter steigenden Preisen überrascht zu werden.

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