Heizölpreise im Jojo-Modus

11.06.26 • 10:58 Uhr • HeizOel24 News • Janin Wordel

Die Ölpreise stiegen in der Nacht kräftig an, gaben aber die Gewinne bis zum Morgen wieder vollständig ab. Für den Schluckauf an den Börsen sorgten neue US-Angriffe auf iranische Ziele sowie Vergeltungsschläge seitens Teherans. Da ein Abkommen immer noch nicht in Sicht ist, wird der Druck wieder höher. Das Preis-Jojo im Inland funktioniert nicht ganz so schnell, weswegen Heizöl am Vormittag erstmal wieder teurer wird. Im Schnitt sind es drei Cent je Liter. In Österreich und der Schweiz bleiben die Heizölpreise auf Vortagesniveau.

Brent, die internationale Rohölreferenzsorte aus der Nordsee, durchlebte am Mittwoch einen gespaltenen Handelstag. Am Vormittag gerieten die Kurse deutlich unter Druck, erholten sich am Nachmittag jedoch wieder und schlossen letztlich im Plus. Den Ausschlag nach oben gab ein Post von Präsident Trump auf Truth Social, in dem er weitere Schritte gegen Teheran andeutete und damit für ein Aufhorchen der Marktteilnehmer sorgte.

In der Nacht zum Donnerstag folgte die angekündigte Umsetzung. Das US-Zentralkommando Centcom, verantwortlich für alle amerikanischen Streitkräfte im Nahen und Mittleren Osten, griff mehrere Ziele im Iran an. Teheran reagierte mit Gegenschlägen auf 18 US-Militäranlagen in Bahrain und Kuwait sowie mit Drohnenangriffen auf Radar- und Kommunikationsanlagen der Fünften Flotte, dem in Bahrain stationierten US-Flottenverband. Teheran erklärte daraufhin die Straße von Hormus für gesperrt. Schiffe, die die Meerenge befahren, müssten mit Angriffen rechnen. Washington dementierte allerdings und berichtete von Schiffsverkehr auf der Wasserstraße.

Im frühen Donnerstaghandel kamen die Ölpreise schon wieder zurück und notieren auf Vortagesniveau. Ein Barrel Brent kostet aktuell 92,53 US-Dollar, ein Fass amerikanisches WTI etwa 89,60 US-Dollar. Der Markt beobachtet diesen Konflikt seit 103 Tagen und sortiert inzwischen sehr präzise, welche Entwicklungen eine echte Neubewertung rechtfertigen und welche nicht.

Die Angebotsseite bleibt das eigentliche Thema. Die amerikanischen Notfallreserven, die in Krisenzeiten zur Marktentlastung freigegeben werden, sinken seit Monaten in einem Tempo, das Analysten beunruhigt. Die offiziellen US-Bestandsdaten des Department of Energy (DOE), die gestern veröffentlicht wurden, meldeten einen erneut deutlichen Rückgang der Rohölvorräte. Der Verbrauch übersteigt aktuell das verfügbare Angebot. Am frühen Nachmittag steht dann noch der Monatsbericht der OPEC auf der Agenda.

Der heutige Tag bringt für Heizölkäufer in Deutschland erstmal leichte Aufschläge mit sich. Am Vormittag sprechen wir konkret von etwa drei Cent je Liter im bundesweiten Durchschnitt. Der Liter Standard Heizöl kostet derzeit 1,21 Euro je Liter. Inzwischen ist das Preis-Delta zwischen dem Norden und Süden aber schon etwas geschrumpft. Waren es vor wenigen Wochen um die neun Prozent, sind es jetzt nur noch sechs Prozent, die die obere Hälfte Deutschlands preislich von der unteren trennen.

In Österreich liegt der Preis unverändert bei 1,43 Euro je Liter, in der Schweiz bei 1,18 Franken. Beide Märkte zeigen, dass die Preisbewegungen trotz unruhiger Nachrichtenlage gut überschaubar bleiben. Das macht den Bestellzeitpunkt etwas flexibler, wenn Heizöl bald benötigt wird.

HeizOel24-Tipp: Die Lage bleibt unruhig, aber die Preise sind kalkulierbarer geworden. Nach kurzen Preis-Aufsetzern folgt meist auch prompt der Rücksetzer, sodass pünktlich zur Urlaubszeit auch der Heizölkauf wieder entspannter wird. Noch entspannter wird es mit der HeizOel24-App. Preis überall und jederzeit checken und bei Bedarf gleich bestellen. HeizOel24

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