Bestandszahlen halten Preise niedrig

Gerade in dem Moment, als die Börse dem Abwärtstrend der letzten Tage mit einer Gegenbewegung entgegensteuern wollte, wurden gestern die neuesten US-Lagerbestandszahlen bekannt gegeben. Diese lagen besonders beim Rohöl deutlich über den Erwartungen und nahmen dem Preisanstieg umgehend die Luft. New York und London schlossen sogar nochmals leichter als am Vortag. Zusammengefasst (Daten von API/DOE) wurden folgende Veränderungen zur Vorwoche gemeldet:
  • deutlicher Bestandsaufbau bei Rohöl
  • leichter Bestandsaufbau bei Destillaten (u.a. Heizöl)
  • leichter Bestandsaufbau bei Benzin
Am Rohölmarkt scheint die Welt also wieder ein bißchen heiler. Der deutsche Heizölmarkt spürt diesen Trend aber nur langsam.

Vom zwischenzeitlich sehr kräftigen Abwärtstrend am Rohölmarkt hat man sich abgekoppelt und vollzieht die Abwärtsbewegung nur unzureichend mit. Dafür lassen sich in erster Linie zweierlei Gründe finden. Erstens ist der inländische Heizölpreis im Januar nicht so stark gestiegen wie der Rohölpreis. Entsprechend weniger deutlich fällt nun auch die Korrektur aus. Zweitens sind es logistische Gründe, die das Preisniveau in Deutschland oben halten. Je nach Region sind es entweder niedrige Wasserpegel oder zugefrorene Streckenabschnitte, die den Transport auf dem Wasserweg erschweren. Der alternative Bahntransport ist teurer.

Börsendaten:
Ein Barrel Rohöl (Sorte Brent) kostet in London aktuell rund 58,80 $. Heizölpreise in Deutschland ca. - 0,10 € / 100 l gegenüber gestern. Euro/US Dollar: ca. 1,187 (nehezu unveränd.)

HeizOel24-Tip:
Mit dem angekündigten Tauwetter der nächsten Tage ist aber eine Änderung der Transportsituation absehbar. Heizöl sollte also v.a. in den logistisch benachteiligten Regionen billiger werden.
alle Angaben ohne Gewähr
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