Ölmarkt testet untere Grenze

Gute US-Lagerbestandszahlen und die "ruhige Hand" der OPEC sorgen für einen weiteren Verfall der Rohölpreise an den internationalen Terminbörsen. Seit Mitte letzter Woche hat ein Barrel leichtes US-Öl (light sweet crude Oil) rund 10 % an Wert verloren.

Zusammengefasst (Daten von API/DOE) gab es folgende Veränderungen zur Vorwoche:
  • deutlicher Bestandsaufbau bei Rohöl
  • deutlicher Bestandsabbau bei Destillaten (u.a. Heizöl)
  • geringer Bestandsabbau bei Benzin
Insgesamt übersteigt der Aufbau an Rohölreserven den Abfluss an Mitteldestillaten und Benzinvorräten um rund 2 Mio Barrel.

Der noch immer nicht beigelegte Atom-Streit mit dem Iran landet unterdessen vor dem UN-Sicherheitsrat, hat aber zwischenzeitlich an Einfluss auf den Ölpreis verloren. Ein Lieferboykott scheint zunehmend unwahrscheinlich, da die wirtschaftlichen Auswirkungen für den Iran zu gravierend wären.

Auf dem deutschen Heizölmarkt hat sich das Preisgefüge nach dem strengen Winter wieder homogenisiert. Besonders in den nordöstlichen Bundesländern und in Bayern hatte der Preis im Januar und Februar rund 1-2 Cent/Liter über dem Bundesdurchschnitt gelegen. Logistische Schwierigkeiten durch Eis und Schnee und hohe Nachfrage hatten den Preisaufschlag verursacht.

Börsendaten:
Ein Barrel Rohöl (Sorte Brent) kostet in London aktuell rund 60,20 $. Heizölpreise in Deutschland ca. - 0,20 € / 100 l gegenüber gestern. Euro/US Dollar: ca. 1,192 (unveränd.)
alle Angaben ohne Gewähr

HeizOel24-Tip:
Nach der deutlichen Abwärtsbewegung ist zum Freitag eine Gegenreaktion der Märkte wahrscheinlich. Die neue Woche sollte dann zeigen, inwiefern sich der Markt mit Rohölpreisen unter 60 $ anfreunden kann. Dies wäre für nachhaltig günstigere Heizölpreise essentiell wichtig.
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