Öl und Heizöl mit neuen Jahrestiefs

03.12.08 • 11:05 Uhr • HeizOel24 News

Der Ölpreis kommt nicht auf die Beine. So groß und beständig wie die Übertreibung im Sommer ist nun die anhaltende Talfahrt. Zwar ist anzunehmen, dass die Notierungen an den internationalen Rohstoffbörsen langfristig wieder Kurs auf die alten Höchststände nehmen, doch bis dies soweit ist, kann es eine ganze Weile dauern. Inzwischen rechnen Experten jedoch mit einer anhaltenden Tiefpreisphase von bis zu 2 Jahren. Entsprechend der neuesten Konjunkturprognosen erwartet die USA die größte Wirtschaftskrise seit dem zweiten Weltkrieg. Gleichzeitig gibt es Warnungen bedeutender Marktbeobachter wie z.B. der IEA (Internationale Energie Agentur): Ölpreise von inzwischen weit unter 50 $ je Barrel seien auf Dauer zu niedrig, um bei den Fördergesellschaften ausreichende Finanzmittel für die Exploration neuer Felder freizusetzen und die Öl-Staaten des Nahen Ostens könnten sich zu einem noch größeren Unruheherd entwickeln. Dort basiert nahezu der gesamte Staatshaushalt auf den Exporterlösen der Ölindustrie und die, noch vor kurzem drei mal so hohen Einnahmen, waren bereits großzügig verplant. Von ehrgeizigen Bauprojekten bis hin zu Sozialausgaben fehlen nun sicher geglaubte Finanzmittel. Berechnungen zufolge betragen allein die Mindereinnahmen Saudi Arabiens eine Milliarde Dollar am Tag.

Die Heizölpreise in Deutschland eilen ebenfalls von Tief zu Tief. Wer heut Heizöl bestellt profitiert vom günstigsten Preis seit fast 2 Jahren. In den westlichen Bundesländern entlang des Rheins sind die Heizölpreise bei Großbestellungen ab 15.000 Liter unter 50 Euro pro 100 Liter gefallen. Ein Ende der Bewegung ist nicht in Sicht. Erfahrungsgemäß gab es die niedrigsten Heizölpreise des Jahres meist auf dem Höhepunkt des Winters im Januar und Februar, weil zu diesem Zeitpunkt die meisten Verbrauchertanks gut gefüllt sind. Eine Garantie für das nächste Jahr gibt es natürlich nicht, aber es scheint sehr gut möglich, dass die Preise trotz der Mineralölsteuererhöhung auf Standard Heizöl (1,50 € / 100 l ab 01.01.2009) nach dem Jahreswechsel nochmals nachgeben.

Börsendaten:
Ein Barrel Rohöl (159 l) der Sorte Brent kostet in London aktuell rund 47,00 $, Gasöl ca. 485 $ / t
Aktuelle Heizölpreise in Deutschland ca. - 1,00 € / 100 l gegenüber gestern.
Euro/US Dollar: ca. 1,267 (fester)
4-Wochen-Prognose Rohöl: Ölpreis fallend / Bodenbildung mit anschließender Seitwärtsbewegung
4-Wochen-Prognose Heizöl: Inlandspreise leicht fallend
alle Angaben ohne Gewähr

HeizOel24-Tipp: Die Mineralölsteuer auf Standardheizöl steigt ab 1. Januar 2009 um 1,50 Euro auf 7,635 Euro je 100 l. Schwefelarmes Heizöl ist von der Regelung ausgenommen und wird dadurch steuerbegünstigt. Während die Heizölpreise vom Tag der Bestellung abhängig sind, kommt es beim Steuersatz auf den Tag der Auslieferung an. Bestellen Sie daher schnellstmöglich, wenn Sie noch im alten Jahr Heizöl tanken möchten.
www.heizoel24.ch - 03.12.2008
Jetzt auf dem Laufenden bleiben
Infoservices
137,74 CHF
Veränderung
0,00 %
zum Vortag
137,74 CHF
/100l
Prognose
0,00 %
zu morgen
Ø CH CHF/100l bei 3.000l | 11.04.2026, 19:13
$/Barrel 0,00%
Gasöl 1.137,50
$/Tonne +0,60%
USD/CHF 0,7884
CHF 0,00%
US-Rohöl 95,63
$/Barrel 0,00%
Börsendaten
Mittwoch
03.12.2008
11:05 Uhr
Schluss Vortag
02.12.2008
Veränderung
zum Vortag
Heizölpreis
Mittwoch
03.12.2008
11:05 Uhr
Schluss Vortag
02.12.2008
Veränderung
zum Vortag
Ø 100l Preis bei 3.000l

HeizOel24 Logo
Marktbarometer

Tagesaktuelle Auswertung des Handelsgeschehens auf HeizOel24 im Vergleich zum Durchschnitt der letzten 12 Monate.
Heizöl auf Wochensicht günstiger
10.04.26 • 12:01 Uhr • Janin Wordel
Die Ölpreise haben am Donnerstag wieder zugelegt und setzen ihre Aufwärtsbewegung auch am letzten Tag der Handelswoche fort. Hintergrund sind neue Spannungen zwischen den USA und dem Iran, anhaltende Kämpfe zwischen Israel und der Hisbollah im Libanon sowie Angriffe auf Energieanlagen in Saudi-Arabien. Gleichzeitig bleibt die wichtige Ölroute durch die Straße von Hormus stark eingeschränkt. Die Heizölpreise Weiterlesen
Erste Risse bei Vereinbarung: Ölpreise verunsichert
09.04.26 • 10:33 Uhr • Janin Wordel
Nach dem deutlichen Preisrückgang zur Wochenmitte legt der Ölmarkt erstmal eine Verschnaufpause ein. Die Notierungen bleiben unterhalb von 100 US-Dollar, setzen den Rückgang aber nicht weiter fort. Stattdessen zeigt sich eine leichte Gegenbewegung. Hintergrund ist die Waffenruhe im Nahen Osten, die zwar für Entlastung gesorgt hat, deren Bestand jedoch nach kurzer Zeit schon wieder bröckelt. Die Heizölpreise Weiterlesen

Pressekontakt

Oliver Klapschus
Geschäftsführer
+49(0)30 7017120
Newsarchiv