Heizöl auf 8-Monats-Hoch - Was bringt die neue Woche?

29.09.23 • 12:12 Uhr • HeizOel24 News • Fabian Radant

Die Heizölpreise bewegen sich am weiterhin in unmittelbarer Umgebung des erreichten Acht-Monats-Hochs. Teurer war Heizöl in Deutschland zuletzt Ende Januar. Dass die Nachfrage im Wochenverlauf dennoch deutlich anzog, lässt sich auf die bevorstehende Heizperiode zurückführen. Der Bevorratungsbedarf vieler Privathaushalte ist nach wie vor groß, sodass sich der Heizölkauf nicht ewig aufschieben lässt und auch die Rekordwärme im September kann nicht über die Voranschreitende Jahreszeit hinwegtäuschen. Preistreibend bleibt tendenziell die erhöhte Ölnachfrage aus China. Möglicherweise preissenkend könnte dagegen das für nächste Woche angesetzte OPEC+ Meeting wirken. Der Markt hofft hier darauf, dass besonders Saudi-Arabien teile seiner freiwilligen Förderkürzungen zurücknimmt.

Heizöl konnte sich zum Handelsstart knapp auf ein neues Halbjahreshoch bewegen, wird allerdings sehr wahrscheinlich im Tagesverlauf wieder nachgeben. Hintergrund ist zum einen, dass sich der Euro wieder auf 1,058 Dollar hochkämpfen konnte. Zum anderen verloren die Rohölsorten Brent und WTI im Vortagesvergleich an Wert und werden derzeit mit 95 bzw. 91 Dollar pro Fass gehandelt. ICE Gasoil folgte der leichten Abwärtskorrektur der Rohölsorten bisher nicht, klammert sich an seine gestrigen Gewinne und notiert derzeit bei 995 Dollar pro Tonne.

Während vor ein paar Tagen der chinesische Immobiliensektor für Abwärtsdruck auf die Ölpreise sorgte, wirken nun die ab heute startende Feiertagswoche sowie die vorläufigen Zahlen des dortigen Industriesektors für Aufwärtsdruck. Besonders die Inlandsflüge konnten um 20 Prozent zulegen, verglichen mit der „goldenen Woche“ im Jahr 2019 vor Corona. Am Samstag werden dann noch die offiziellen chinesischen Industriesektordaten veröffentlicht und dürften dann am Montag für weiteren Aufwärtsdruck sorgen.

Für große Preisanpassungen könnte das für nächste Woche angesagte Meeting des Ölförderkartels OPEC+ sorgen. Nachdem die Ölpreise in diesem Quartal bisher um rund 30 Prozent gestiegen sind, besteht Hoffnung im Markt, dass Saudi-Arabien zumindest Teile seiner freiwilligen Förderkürzungen vor Jahresende zurücknimmt. Da sich laut Marktanalysten Rohöl im überkauften Bereich befindet, würde eine Rücknahme wahrscheinlich zu einem starken Preisrutsch führen. Dass der dreißigprozentige Anstieg wieder verschwindet, ist allerdings unwahrscheinlich.

Die Heizölpreise in der DACH-Region warten auf neue Richtungsimpulse. In Österreich starten sie auf dem Vortagesniveau in den Handel, während sie in der Schweiz und Deutschland noch 0,1 Rappen bzw. 0,2 Cent pro Liter zulegen konnten. In beiden Ländern wurden damit auch die höchsten Werte seit Januar 2023 erreicht. Diese befinden sich allerdings nur minimal über dem Niveau der Jahreshöchstwerte von Anfang dieses Monats. Der Ölmarkt vermutet, dass die OPEC+ die Ölförderung aufgrund der massiven Preisanstiege nächste Woche wieder hochfahren könnte. Da sich die Inflation in der EU und den USA allerdings abschwächt und damit weitere Zinserhöhungen tendenziell unwahrscheinlich sind, könnten die Ölproduzierenden Länder das aktuelle Preisniveau theoretisch weiter halten, nicht zuletzt aufgrund der beginnenden Heizsaison auf der Nordhalbkugel. Für Heizölinteressenten mit akutem Bedarf bleibt es also spannend. -fr-

HeizOel24-Tipp: Wer die Heizölpreise genau im Blick behalten möchte, sollte das Intraday-Chart für Heizöl nutzen. Auf der Seite Heizölpreise finden Sie dieses im Chart Heizöl Durchschnittspreis und wählen dann die Option „heute“. Hier erkennen Sie frühzeitig, wie sich der Preis verhält und können rechtzeitig reagieren. HeizOel24

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