Heizölpreise profitieren leicht von Amerikas schwächelnder Wirtschaft

04.07.24 • 10:02 Uhr • HeizOel24 News • Fabian Radant

Die Ölpreise kamen durch die neusten US-amerikanischen Wirtschaftsdaten leicht unter Druck, da diese eine sinkende Nachfrage beim größten Ölkonsumenten der Welt signalisieren könnten. Ausgeglichen wird dieser Abwärtsdruck allerdings durch den neusten Bericht des DOE, welcher starke Rohöl- und Ölproduktabbauten in den USA zeigt.

Der Euro konnte auf 1,079 Dollar zulegen und wartet auf neue Richtungsimpulse, während die Ölpreise einem leichten Abwärtstrend folgen. Dennoch halten sich die Rohölsorten Brent und WTI auf den Vortageswerten von 86 bzw. 83 Dollar pro Fass, während ICE Gasoil minimal auf 795 Dollar pro Tonne nachgab.

Die Ölpreise gaben im gestrigen Tagesverlauf leicht nach. Hintergrund sind schlechte Wirtschaftsdaten aus den USA. Die Zahl der Neueinstellungen lag unter den Erwartungen, während die Anzahl der Erstanträge auf Arbeitslosengeld stieg. Zusätzlich schrumpfte der Servicesektor in den USA im Juni 2024 überraschend, aufgrund eines starken Rückgangs der Aufträge. Die durch diese Wirtschaftsdaten ausgelöste Abwärtskorrektur könnte allerdings zeitnah für Aufwärtsdruck sorgen. Die abkühlende Wirtschaft sorgt für deflationären Druck und ermöglicht es damit der US-amerikanischen Zentralbank (Fed) ggf. die Zinsen frühzeitig zu senken. Niedrige Zinsen kurbeln in der Regel die Ölnachfrage und damit -preise an.

Kurzfristig Ölpreis treibend könnte sich allerdings der Bericht des US-amerikanischen Department of Energy (DOE) auswirken. Im Gegensatz zu dem Bericht des American Petroleum Institute (API) vom Dienstag, fällt dieser nämlich stark preistreibend aus. Der Ölmarkt hatte für die vergangene Woche einen Abbau von 1,1 Mio. Fass Rohöl, 0,6 Mio. Fass Destillaten und 1,1 Mio. Fass Benzin in den US-amerikanischen Beständen erwartet. Laut DOE fielen die Bestände allerdings um 12,2 Mio. Fass Rohöl, 1,5 Mio. Fass Destillate und 2,2 Mio. Fass Benzin. Zusätzlich stieg die Raffinerieauslastung in den USA an. Dies sind alles Faktoren, die eine starke US-amerikanische Ölnachfrage zeigen und damit dem Ölmarkt signalisieren, dass die spekulative höhere Ölnachfrage im dritten Quartal 2024 tatsächlich eintreten könnte.

Die Heizölpreise gaben im gestrigen Tagesverlauf leicht nach. Heizölinteressenten profitieren derzeit von niedrigeren Durchschnittspreisen als am Vortag. In Österreich fiel der Heizölpreis um im Schnitt 0,1 Cent, in der Schweiz um 0,35 Rappen und in Deutschland um 0,4 Cent pro Liter. Dadurch gibt es wieder mehrere Bundesländer mit Preisen knapp unter einem Euro pro Liter und regional sogar weit stärkeren Abwärtsbewegungen in gesamt Deutschland. -fr-

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