Ölpreise warten auf neue Richtungsimpulse

11.11.24 • 09:56 Uhr • HeizOel24 News • Fabian Radant

Die Ölpreise stagnieren zum Wochenstart und preistreibende Faktoren wie der Hurrikan Rafael und preisdrückende Faktoren wie das letztwöchige Treffen der chinesischen Regierung gleichen sich aus. Kurzfristig dürfte sich der Ölmarkt deshalb wieder auf die Konflikte im Nahen Osten konzentrieren, während die Ölpreise mittelfristig von den ersten Amtshandlungen Donald Trumps bestimmt werden dürften.

Der Euro sank auf 1,06 Dollar und gleicht, da Rohöl in Dollar gehandelt wird, die gesunkenen Ölpreise hierzulande aus. Die Nordessrohölsorte Brent sank auf 73 Dollar und die US-amerikanische Rohölsorte Brent auf 70 Dollar pro Fass. ICE Gasoil fiel auf 670 Dollar pro Tonne.

Hurrikan Rafael sorgte letzte Woche für Rohölproduktionsausfälle in Höhe von derzeit geschätzten 2,07 Mio. Fass. Trotz dessen, dass derzeit noch rund ein viertel der Rohölproduktion an der US-amerikanischen Golfküste offline ist, lässt der Aufwärtsdruck durch den Sturm nach, weil die dortigen Firmen die Produktion wieder hochfahren.

Chinas Regierung tagte letzte Woche und verabschiedete ein Schuldenpacket in Höhe von 1,4 Milliarden Dollar. Ziel ist es die Finanzen der dortigen Lokalregierungen zu entlasten und langfristig zu entschulden. Dass das Paket die Markterwartungen nicht übertraf, sorgte für Abwärtsdruck am Ölmarkt.
Chinas Ölverbrauch 2024 liegt kaum über dem von 2023. Vor allem der steigende Anteil elektrischer PKW und der strauchelnde Bausektor drücken auf die dortige Nachfrage. Auf der anderen Seite erwartet der Ölmarkt, dass die chinesische Nachfrage 2025 durch die Petrochemiebranche angetrieben wird.
Weitere signifikant die Ölnachfrage ankurbelnde Maßnahmen, könnten ab Januar 2025 beschlossen werden. Ab dann ist der neue US-amerikanische Präsident Donald Trump im Amt, welcher unter anderem China und Deutschland mit hohen Zöllen droht.

Trotz der stagnierenden Heizölpreise zieht die Nachfrage im Vergleich zu gestern bereits stark an. Zusätzlich zu der bereits, im Vergleich zu den letzten Tagen, hohen Nachfrage, ist die Anzahl der Besucher auf HeizOel24 weit überdurchschnittlich. Dies dürfte daran liegen, dass nur ca. ein Drittel aller Tanks in der D-A-CH-Region zu achtzig Prozent oder mehr befüllt sind und in Deutschland für Lieferungen ab 2025 die CO2-Abgabe erneut ansteigt.

Während die Heizölpreise in Österreich und der Schweiz auf dem Vortagesniveau stagnieren, stiegen sie in Deutschland im Schnitt um minimale 0,05 Cent pro Liter. Dennoch gibt es vor allem im Westen und Osten der Bundesrepublik auf spürbare Abwärtsbewegungen. -fr-

HeizOel24-Tipp: Der Tankcheck geht mit einem digitalen Füllstandsmesser viel einfacher. Anstatt in den Keller zu gehen, reicht der Blick aufs Handy. HeizOel24

Jetzt auf dem Laufenden bleiben
Infoservices
137,74 CHF
Veränderung
0,00 %
zum Vortag
137,74 CHF
/100l
Prognose
0,00 %
zu morgen
Ø CH CHF/100l bei 3.000l | 11.04.2026, 05:53
$/Barrel 0,00%
Gasöl 1.137,50
$/Tonne +0,60%
USD/CHF 0,7884
CHF 0,00%
US-Rohöl 95,63
$/Barrel 0,00%
Börsendaten
Montag
11.11.2024
09:56 Uhr
Schluss Vortag
10.11.2024
Veränderung
zum Vortag
Rohöl
Brent Crude
73,96 $
pro Barrel
73,90 $
pro Barrel
+0,08%
Gasöl
671,25 $
pro Tonne
670,25 $
pro Tonne
+0,15%
Euro/Dollar
1,0688 $
1,0708 $
-0,19%
(konstant)
USD/CHF
0,8787 CHF
0,8758 CHF
+0,33%
(etwas fester)
Heizölpreis
Montag
11.11.2024
09:56 Uhr
Schluss Vortag
10.11.2024
Veränderung
zum Vortag
Deutschland
93,99 €
0,00 €
0,00%
Österreich
107,86 €
0,00 €
0,00%
Schweiz
98,79 CHF
0,00 CHF
0,00%
Ø 100l Preis bei 3.000l
4-Wochen Prognose
Rohöl konstant
Heizöl konstant
alle Angaben ohne Gewähr

HeizOel24 Logo
Marktbarometer

Tagesaktuelle Auswertung des Handelsgeschehens auf HeizOel24 im Vergleich zum Durchschnitt der letzten 12 Monate.
Heizöl auf Wochensicht günstiger
10.04.26 • 12:01 Uhr • Janin Wordel
Die Ölpreise haben am Donnerstag wieder zugelegt und setzen ihre Aufwärtsbewegung auch am letzten Tag der Handelswoche fort. Hintergrund sind neue Spannungen zwischen den USA und dem Iran, anhaltende Kämpfe zwischen Israel und der Hisbollah im Libanon sowie Angriffe auf Energieanlagen in Saudi-Arabien. Gleichzeitig bleibt die wichtige Ölroute durch die Straße von Hormus stark eingeschränkt. Die Heizölpreise Weiterlesen
Erste Risse bei Vereinbarung: Ölpreise verunsichert
09.04.26 • 10:33 Uhr • Janin Wordel
Nach dem deutlichen Preisrückgang zur Wochenmitte legt der Ölmarkt erstmal eine Verschnaufpause ein. Die Notierungen bleiben unterhalb von 100 US-Dollar, setzen den Rückgang aber nicht weiter fort. Stattdessen zeigt sich eine leichte Gegenbewegung. Hintergrund ist die Waffenruhe im Nahen Osten, die zwar für Entlastung gesorgt hat, deren Bestand jedoch nach kurzer Zeit schon wieder bröckelt. Die Heizölpreise Weiterlesen

Pressekontakt

Oliver Klapschus
Geschäftsführer
+49(0)30 7017120
Newsarchiv