Ölpreise vor OPEC+-Treffen auf stabilem Seitwärtstrend

03.12.24 • 09:03 Uhr • HeizOel24 News • Fabian Radant

In Ermangelung neuer signifikanter Faktoren, fokussiert sich der Ölmarkt auf das kommende Treffen der OPEC+. Derzeit wurde eine Verschiebung der Förderquotenkürzungsrücknahme um einen Monat eingepreist. Die Ölpreise könnten allerdings steigen, wenn sich die Gerüchte über eine Verschiebung um drei statt einem Monat bewahrheiten. Zusätzlicher Aufwärtsdruck könnte nach der Machtübernahme Donald Trumps in den USA im Januar 2025 und einer damit verbundenen härteren Durchsetzungen der Sanktionen gegen den iranischen Ölsektor entstehen.

Der Euro notiert derzeit bei 1,05 Dollar und wartet auf Richtungsimpulse, während die Ölpreise einem leichten Aufwärtstrend folgen. Die Nordseerohölsorte Brent wird derzeit mit 72 Dollar und die US-amerikanische Rohölsorte WTI mit 68 Dollar pro Fass gehandelt. ICE Gasoil notiert derzeit bei 667 Dollar pro Tonne.

Die Ölpreise schwanken derzeit nur leicht, da der Markt das am 05.12.2024 stattfindende OPEC+-Treffen abwartet. Vermutet wird, dass das Ölförderkartell die graduelle Rücknahme von Förderquotenkürzungen in Höhe von rund 2,2 Mio. B/T um einen weiteren Monat verschiebt, was bereits eingepreist wurde. Laut mehreren anonymen Quellen scheint das Kartell nun allerdings eine Verschiebung um drei Monate zu planen, was für weiteren Ölpreisaufwärtsdruck sorgen könnte.

Donald Trumps Wiederwahl als US-amerikanischer Präsident dürfte sich mittelfristig als Ölpreis drückend erweisen. Kurzfristig könnten allerdings sowohl die Einführung eines Straffzolls in Höhe von 25 auf kanadische Ölimporte als auch die verstärkte Durchsetzung von Sanktionen gegen den Iran für Ölpreisaufwärtsdruck sorgen. Der Iran hat großen Einfluss auf den benachbarten Irak und exportiert sein Rohöl unter anderem über diesen, um die Sanktionen zu umgehen. Die USA haben die entsprechenden Sanktionen bisher nur milde durchgesetzt. Donald Trump wiederum gab an diese verstärkt durchsetzen zu wollen, was dem globalen Ölmarkt eine signifikante Menge an iranischem Rohöl entziehen könnte.

Trotz der sich abzeichnenden kurzfristigen Heizölpreis treibenden globalen Faktoren und den national anstehenden Erhöhungen der CO2-Abgaben in Deutschland und Österreich zum Jahreswechsel und der weiterhin ungewöhnlich hohe Anzahl an Besuchern auf HeizOel24, liegt die Anzahl der Bestellung nur auf dem für diese Jahreszeit üblichen Niveau und dies obwohl weiterhin rund ein Drittel aller Tanks zu weniger als der Hälfte befüllt sind.
In Österreich sanken die Heizölpreise heute Vormittag um durchschnittlich 0,1 Cent pro Liter und in der Schweiz und Deutschland um im Schnitt 0,25 Rappen bzw. Cent. Besonders im Westen und Süden der Bundesrepublik gibt es regional allerdings stärkere Abwärtsbewegungen. -fr-

HeizOel24-Tipp: Der Tankcheck geht mit einem digitalen Füllstandsmesser viel einfacher. Anstatt in den Keller zu gehen, reicht der Blick aufs Handy. HeizOel24

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