Heizölpreise legen heute deutlich zu

02.09.25 • 11:31 Uhr • HeizOel24 News • Janin Wordel

Trotz des dünnen Handels aufgrund des US-Feiertages konnten die internationalen Ölpreise zulegen. Brent und WTI bauten am Montag ihre Gewinne aus, während Gasöl mit 685 Dollar je Tonne auf den höchsten Stand seit einem Monat kletterte. Die Aufwärtsbewegung an den Börsen spiegelt sich auch bei den Heizölpreisen im Inland wider. Durchschnittlich 0,8 Cent je Liter geht es heute in Deutschland nach oben. In Österreich ist der Auftrieb nur marginal zu spüren, während die Heizölpreise in der Schweiz mit bis zu zwei Rappen je Liter deutlich steigen.

Die Ölpreise haben zum Wochenauftakt deutlich zugelegt. Brent und WTI kletterten am Montag über ihre Freitagshochs und schlossen spürbar im Plus. Auch die Gasöl-Notierungen stiegen und markierte am Abend 685 Dollar je Tonne, fast zehn Dollar mehr als am Vortag. Heute Morgen halten sich die Futures an ICE und NYMEX auf diesem höheren Niveau stabil. Am Vormittag kostet die Nordseesorte Brent 68,95 US-Dollar pro Barrel, die amerikanische Ölsorte WTI steigt 65,48 US-Dollar je Fass an.

Dass es trotz des Labor Day in den USA zu so deutlichen Bewegungen kam, liegt vor allem am dünnen Handelsvolumen. Schon kleine Impulse reichen an solchen Tagen, um die Preise stärker auszuschlagen. Indes erhält der indische Raffineriebetreiber Nayara Energy, zu 49 Prozent im Besitz von Rosneft, seit August weder Öl aus Saudi-Arabien noch aus dem Irak. Beide Länder haben ihre Lieferungen gestoppt, weil EU-Sanktionen gegen das mehrheitlich russisch geführte Unternehmen Zahlungen blockieren. Normalerweise bezieht Nayara monatlich rund zwei Millionen Barrel aus dem Irak und eine Million Barrel aus Saudi-Arabien. Stattdessen musste die Raffinerie im August ausschließlich mit russischem Rohöl arbeiten, was ihre Verarbeitungskapazität deutlich einschränkt. Nach Insiderangaben läuft die Anlage derzeit nur mit 70 bis 80 Prozent Auslastung, andere Quellen berichten sogar von Rückgängen um bis zu 40 Prozent.

Im Hintergrund wirft das OPEC+-Treffen am kommenden Sonntag seine Schatten voraus. Das Kartell hat zum Monatsbeginn seine Produktion wie angekündigt erhöht. Eine weitere Ausweitung gilt als unwahrscheinlich, dennoch werden die Märkte genau auf die Signale aus Riad und Moskau achten. Es ist davon auszugehen, dass das Angebot im Laufe des Herbstes hoch bleibt, während die Nachfrage nach der Reisesaison saisonal zurückgeht. Damit bleibt die Situation einer Überversorgung bestehen, was die Preise mittelfristig unter Druck setzen könnte.

Verbraucher in der DACH-Region müssen heute mit teils deutlichen Aufschlägen beim Heizölkauf rechnen. In Deutschland verteuert sich Heizöl um durchschnittlich 0,8 Cent je Liter. In Teilen Bayerns, Baden Württembergs und Hessens ist die 90 Cent Marke bereits geknackt. In Österreich fallen die Aufschläge dagegen nur marginal aus. Der durchschnittliche Heizölpreis liegt aktuell bei etwas mehr als 1,08 Euro pro Liter. In der Schweiz zeigen sich die Preise im Vergleich zu gestern spürbar teurer. Kantonweit müssen Ölheizer mit einer Teuerung zwischen ein bis zwei Rappen für den Liter Heizöl rechnen. Ausgenommen sind Bern, Freiburg und Waadt. Dort geben die Heizölpreise mit rund 1,4 Rappen pro Liter nach.

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