Heizöl startet günstiger in die neue Woche

15.12.25 • 09:39 Uhr • HeizOel24 News • Janin Wordel

Die neue Handelswoche beginnt mit etwas festeren Ölpreisen, nachdem die politischen Spannungen rund um Venezuela kurzfristig mehr Beachtung gefunden haben. Gleichzeitig bleibt das übergeordnete Bild unverändert. Das weltweite Angebot ist üppig, und genau das bremst größere Aufwärtsbewegungen aus. Für Heizöl bedeutet das heute, dass trotz festerer Vorgaben an den Börsen, die Preise teils deutliche Rückgänge verzeichnen. In Deutschland sind das bis zu etwa ein Cent pro Liter, in der Schweiz etwa 0,3 Rappen. Nur in Österreich bleiben die Heizölpreise regungslos.

Zum Wochenausklang hatte der Ölmarkt noch unter Abgabedruck gestanden. Meldungen über die Wiederaufnahme der Produktion an Shell-Plattformen im Golf von Mexiko sowie eine Erholung der brasilianischen Förderung bestätigten das Bild eines gut versorgten Marktes. Zusätzlich untermauerten die jüngsten Monatsberichte von EIA und IEA die Erwartungen eines deutlichen Überangebots im Jahr 2026, während die OPEC von einem eher ausgeglichenen Markt ausgeht.

Am Freitag rutschten Brent, WTI und Gasoil zeitweise weiter ab, konnten ihre Vortagestiefs jedoch nicht unterschreiten. Kommentare aus den USA zu Venezuela, darunter die Beschlagnahmung eines Tankers und die Aussicht auf weitere Schritte, wirkten stabilisierend. Belastend kam hinzu, dass Russland laut Vize-Premier Nowak an einer Ausweitung der Förderung arbeitet, um das OPEC+-Maximum auszuschöpfen. Insgesamt endete der Handel schwächer, ohne dass es zu neuen Tiefs kam.

Zum Wochenstart rücken die Gespräche über einen möglichen Friedensplan für die Ukraine wieder stärker in den Fokus. Meldungen aus Berlin sprechen von Fortschritten, konkrete Ergebnisse liegen aber nicht vor. Parallel sorgten erneute ukrainische Drohnenangriffe auf russische Energieinfrastruktur, darunter erstmals eine Ölbohranlage im Kaspischen Meer, für Aufmerksamkeit. Die Märkte reagieren darauf bislang verhalten. Geopolitik begrenzt die Abwärtsbewegung, das Überangebot verhindert einen Ausbruch nach oben.

In Deutschland geben die Heizölpreise zum Wochenstart überwiegend nach. Rechnerisch ergeben sich in Deutschland Abschläge von durchschnittlich etwa 0,9 Cent pro Liter, da Gasoil weiterhin nahe den Tiefs vom Freitag notiert. Am Morgen kostet der Liter Heizöl etwa 89,5 Cent je Liter und bewegt sich damit im unteren Preisdrittel des laufenden Jahres. Die Nachfrage hat sich kurz vor den Weihnachtsfeiertagen etwas zurückgezogen und pegelt sich auf ein solides Grundrauschen ein.

In Österreich zeigen sich die Heizölpreise im Allgemeinen mit weicherer Tendenz, verändern sich gegenüber des Freitagsniveaus aber kaum. Zum Wochenauftakt kostet der Liter Heizöl im bundesweiten Durchschnitt etwas unter 1,12 Euro. In der Schweiz pirschen sich die Heizölpreise mit leichten Abschlägen von etwa 0,3 Rappen je Liter an die 92 Rappen-Marke heran und nähern sich ihrem Zweimonats-Tief. Alles in allem zeigt sich der Dezember sehr verbraucherfreundlich.

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