Ölpreise halten Niveau vor Fed-Entscheid

28.01.26 • 09:41 Uhr • HeizOel24 News • Janin Wordel

Die Ölpreise haben den gestrigen Handel nahe der Vortageshochs beendet. Kältebedingte Produktionsausfälle in den USA hielten das Angebot knapp, während ein schwächerer US-Dollar zusätzliche Unterstützung brachte. Gasoil legte weiter zu und blieb fest. Die Heizölpreise ziehen heute ebenfalls an und liegen im DACH-Raum durchschnittlich 0,8 Cent pro Liter über dem Vortag.

Die Preisentwicklung an den Ölbörsen wurde gestern vor allem durch die anhaltenden Auswirkungen der Kältewelle in den USA geprägt. Analysten schätzen, dass zeitweise bis zu zwei Millionen Barrel Rohöl pro Tag nicht gefördert werden konnten. Besonders im Permian Basin kam es zu deutlichen Ausfällen, hinzu kamen Einschränkungen bei Transport und Verarbeitung. Diese Angebotslücke wirkte den gesamten Tag über stützend auf Brent, WTI und die Produktmärkte.

Parallel dazu bestätigten Stimmen aus dem Umfeld der OPEC+, dass die Förderallianz ihre geplanten Produktionssteigerungen im März voraussichtlich weiter aussetzt. Damit bleiben zusätzliche Mengen vorerst vom Markt fern. Aus Kasachstan kamen zwar Meldungen über den Neustart des CPC-Exportterminals, doch die Förderung am Tengiz-Ölfeld erholt sich nur langsam, sodass kurzfristig kein spürbarer Angebotszuwachs erwartet wird.

Auch der Währungsmarkt spielte eine Rolle. Der US-Dollar setzte seine Schwäche fort und machte Öl für Käufer außerhalb der USA günstiger. Die in der Nacht veröffentlichten API-Bestandsdaten sorgten dagegen kaum für Bewegung. Zwar meldete der Verband leichte Rückgänge bei Rohöl- und Benzinbeständen, gleichzeitig stiegen die Destillatvorräte deutlich an. Das bestätigte das Bild eines angespannten Produktmarktes, ohne neue Akzente zu setzen.

Im Inland zeigen am Morgen die Charts klar nach oben. In Deutschland ist der durchschnittliche Heizölpreis auf rund 93 Cent pro Liter gestiegen. Gegenüber gestern entspricht das einem Plus von etwa 0,8 Cent. Der stärkere Euro hat einen Teil des Aufwärtsimpulses abgefedert. Dadurch fielen die Veränderungen im Inland geringer aus, als es die Entwicklung an den Ölbörsen allein erwarten ließ.

In Österreich fiel die Bewegung deutlich ruhiger aus. Zwar zogen die Preise ebenfalls an, der Ausschlag blieb jedoch spürbar kleiner als in Deutschland. Der Markt reagierte hier zurückhaltender auf die internationalen Vorgaben.

In der Schweiz kommt es heute ebenfalls zu leichten Aufschlägen von durchschnittlich 0,2 Rappen je Liter. Die Preise bleiben damit in Bewegung, ohne eine eindeutige Richtung einzuschlagen. Der Heizölpreis liegt derzeit bei rund 94,6 Rappen pro Liter. Die Nachfrage bleibt konstant.

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