Ölmarkt bleibt nervös

10.02.26 • 12:09 Uhr • HeizOel24 News • Janin Wordel

Die Ölpreise konnten nach einer vorsichtigen Entspannung infolge der Gespräche zwischen den USA und dem Iran im Montagshandel zulegen. Neue militärische Warnungen und weitere Sanktionspläne hielten die Unsicherheit hoch und ließen die Risikoprämie erneut ansteigen. Für Heizölkunden im DACH-Raum wird Heizöl heute etwas teurer. Aufgrund des starken Euros halten sich die Aufschläge jedoch in Grenzen.

Die Ölpreise bewegten sich gestern in einer engen Spanne und tendierten insgesamt etwas leichter. Auslöser war die Hoffnung, dass die Gespräche zwischen Washington und Teheran fortgesetzt werden sollen. Das nahm einen Teil der zuletzt aufgebauten Spannung aus dem Markt, ohne die grundsätzlichen Risiken verschwinden zu lassen. Gleichzeitig blieben die Warnungen der USA zur Durchfahrt der Straße von Hormus präsent. Diese Region ist für den Ölhandel zentral, weshalb jede militärische Vorsichtsmaßnahme dort sofort aufmerksam verfolgt wird.

Hinzu kam politische Bewegung in Europa. Die EU stellte ein weiteres Sanktionspaket gegen Russland vor, das erstmals auch Häfen in Drittstaaten einbeziehen könnte. Kurzfristig änderte das an den Lieferströmen zwar nichts, es unterstreicht aber, dass die Energiepolitik weiterhin ein Unsicherheitsfaktor bleibt.

In Deutschland ziehen die Heizölpreise heute leicht an. Der bundesweite Durchschnitt liegt aktuell bei 94 Cent pro Liter und damit rund 0,5 Cent höher als gestern. Das Aufwärtspotenzial wird durch den Höhenflug des Euros und den schwachen US-Dollar allerdings kräftig abgefedert.

In Österreich fällt die Bewegung deutlich ruhiger aus. Der Durchschnittspreis bleibt bei rund 1,08 Euro pro Liter. Gegenüber dem Vortag ergibt sich lediglich ein kleiner Abschlag im Chart, insgesamt ziehen die Heizölpreise wieder seitwärts. In der Schweiz konnte Heizöl seit dem Monatswechsel wieder einiges an Preisgewicht abwerfen und pegelt sich heute recht unbewegt bei etwa 93 Rappen pro Liter ein.

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Oliver Klapschus
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