Öl- und Heizölpreise setzen Achterbahnfahrt fort

14.04.26 • 09:51 Uhr • HeizOel24 News • Janin Wordel

Die Ölpreise bleiben zum Wochenstart unter Druck und rutschen wieder unter 100 US-Dollar. Neue Hoffnungen auf Gespräche zwischen den USA und dem Iran bremsen die zuvor starke Aufwärtsbewegung. Für Verbraucher im Inland geht es heute erstmal wieder runter beim Heizölkauf.

Die Rohölsorten Brent und WTI starten am Dienstag ohne klare Richtung und bewegen sich unter der Marke von 100 US-Dollar. Noch zum Wochenbeginn hatten die Preise deutlich angezogen, nachdem die Gespräche zwischen Washington und Teheran in Islamabad gescheitert waren. Inzwischen sorgt ein vorsichtiger Stimmungswechsel auf politischer Ebene für Bewegung nach unten.

US-Präsident Donald Trump erklärte am Montagabend, der Iran habe erneut Kontakt aufgenommen und signalisiere Interesse an einer Einigung. Auch aus Teheran kommen ähnliche Töne. Man sei weiterhin bereit für Gespräche, Differenzen ließen sich nicht in einer einzigen Runde klären.

Unterdessen verschärft sich die Lage im Persischen Golf weiter. Die USA haben begonnen, Schiffe mit Bezug zu iranischen Häfen zu kontrollieren. Erste Tanker kehrten daraufhin um, der Verkehr durch die Straße von Hormus ging erneut zurück.

Damit bleibt die Angebotsseite angespannt. Seit Beginn des Konflikts im März ist der Ölfluss durch den Persischen Golf gestört. Tanker werden umgeleitet, verzögern ihre Fahrten oder meiden die Route. Selbst wenn Gespräche wieder aufgenommen werden, dürfte es dauern, bis sich diese Störungen im Handel abbauen.

Aus Teheran kommen klare Signale. Präsident Masoud Pezeshkian betont im Austausch mit Frankreich die Bedeutung der Straße von Hormus für den Welthandel und warnt vor den Folgen weiterer Spannungen. Gleichzeitig erklärt die iranische Führung, die Gespräche seien an Forderungen der USA gescheitert, hält sich aber die Tür für weitere Verhandlungen offen.

Frankreich versucht derweil, Bewegung in die festgefahrene Lage zu bringen. Präsident Emmanuel Macron führt Gespräche mit beiden Seiten. Auch Ägypten und die Türkei werden als mögliche Orte für neue Verhandlungen genannt.

In diesem Zusammenhang meldet sich auch Russland wieder zu Wort. Der Kreml hat bekräftigt, weiterhin bereit zu sein, iranisches angereichertes Uran auf russischem Territorium zu lagern. Kremlsprecher Dmitri Peskow bestätigte, das Angebot sei von Präsident Putin im Rahmen von Kontakten mit den USA und Ländern der Region unterbreitet worden und bestehe weiterhin.

Auch im Inland wird das Preisniveau milder. Die Heizölpreise geben im Inland nach der gestrigen Korrektur spürbar nach. In Deutschland liegt das aktuelle Niveau bei rund 1,39 Euro je Liter, in Österreich bei knapp 1,86 Euro je Liter und in der Schweiz bei rund 1,36 Franken je Liter. Damit geht die Achterbahnfahrt bei den Heizölpreisen weiter.

Seit Beginn des Konflikts im März hat sich im Inland vieles verschoben. Insgesamt wird weniger gekauft, viele Haushalte halten sich zurück und schauen genauer hin, bevor sie bestellen. Größere Käufe werden häufiger aufgeschoben, solange noch genug im Tank ist.

Die starke Bewegung am Markt sorgt immer wieder für solche Preistäler, in denen Heizöl kurzfristig günstiger wird. Wer den Markt beobachtet, kann diese Phasen gezielt nutzen. Ein Blick auf den April-Monatsdurchschnitt zeigt, wie viel Spielraum darin steckt: In Deutschland liegt dieser bei 1,47 Euro, in Österreich bei 1,88 Euro und in der Schweiz bei 1,52 Franken je Liter. Aktuell liegt das Preisniveau also spürbar darunter.

Wer noch ausreichend im Tank hat, kann die aktuelle Entwicklung einfach aussitzen. Der Markt bleibt nervös und könnte immer wieder günstigere Einstiegsfenster bieten.

HeizOel24-Tipp: Wer die aktuelle Preisentwicklung nutzen möchte, ohne die volle Summe auf einmal aufzubringen, kann die Bestellung bequem per Ratenkauf finanzieren und den Betrag in monatlichen Raten begleichen.

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