Ölpreis auf Richtungssuche

27.06.24 • 10:33 Uhr • HeizOel24 News • Fabian Radant

Die Ölpreise starten ungefähr auf dem Vortagesniveau in den Handel. Preisdrückende Faktoren, wie der neuste DOE-Bericht, welcher überraschende US-amerikanische Ölbestandsaufbauten zeigt, halten sich aktuell noch mit preistreibenden Faktoren, wie der gestoppten Produktion am nigerianischen OML 29 Ölfeld, die Waage.

Der Euro startet mit 1,068 Dollar minimal unter dem gestrigen Vormittagswert in den Handel und wartet auf Richtungsimpulse, während die Ölpreise aktuell einem moderaten Aufwärtstrend folgen. Die Rohölsorten Brent und WTI starten dennoch auf den Vortageswerten von 85 und 81 Dollar pro Fass in den Handel. ICE Gasoil konnte sich derweil auf 795 Dollar pro Tonne steigern.

Die durch das US-amerikanische Department of Energy (DOE) veröffentlichten Daten zu den Ölbeständen der USA, sorgen für Abwärtsdruck am Ölmarkt. Während der Ölmarkt Rohöl- und Benzinbestandsabbauten von 2,3 bzw. 1,2 Mio. Fass erwartet hatte, zeigt der Bericht des DOE Anstiege von 3,6 bzw. 2,7 Mio. Fass. Besonders die gestiegenen Benzinbestände drücken auf die Stimmung am Ölmarkt. In Amerika läuft aktuell die Reisesaison und der Benzinverbrauch sank unter die wichtige 9,0 Mio. Fass Marke und liegt zwei Prozent unter dem Vierwochendurchschnitt des Vorjahres.

Preistreibend wirkt derweil, neben den sich intensivierenden Kriegen im Nahen Osten und der Ukraine, unter anderem die Probleme am nigerianischen Ölfeld OML 29. Hier kam es am Montag zu einem Leck und die Produktion wurde nun unterbrochen, da die Ursache des Schadens bisher nicht behoben werden konnte. Das Ölfeld kann theoretisch 120.000 Fass Rohöl pro Tag produzieren.

Die Heizölpreise starten heute Vormittag in Österreich und der Schweiz auf dem Vortagesniveau in den Handel, während sie in Deutschland um durchschnittlich 0,3 Cent pro Liter anstiegen. Im Landesdurchschnitt hält sich der Heizölpreis jedoch weiterhin knapp unter einem Euro pro Liter und vor allem im Süden und Westen der Bundesrepublik gibt es starke regionale Abwärtsbewegungen. -fr-

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