Heizölpreise bewegen sich auf Dreimonatstief zu

04.09.24 • 11:03 Uhr • HeizOel24 News • Fabian Radant

Die Heizölpreise gaben heute Vormittag um bis zu 1,25 Rappen bzw. Cent pro Liter nach. Hintergrund ist der wahrscheinlich zustande kommende Kompromiss in Libyen, welcher kurzfristig zu einer vollständigen Erholung der dortigen Rohölproduktion und -exporte führen dürfte. Zum anderen zeigen die neusten US-amerikanischen Wirtschafsdaten, dass neben China auch die USA unter einem schrumpfenden Industriesektor und damit potentiell sinkender Ölnachfrage, leiden.

Der Euro hält sich weiterhin bei 1,10 Dollar und wartet auf Richtungsimpulse, während die Ölpreise einem moderaten Abwärtstrend folgen. Die Nordseerohölsorte Brent fiel unter die psychologisch wichtige 75 Dollar pro Fass Marke und notiert derzeit bei 73 Dollar, während die US-amerikanische Rohölsorte unter die psychologisch wichtige 70 Dollar pro Fass Marke fiel und derzeit mit 69 Dollar gehandelt wird. ICE Gasoil sank derweil auf 672 Dollar pro Tonne.

Starker Ölpreisabwärtsdruck kommt aus Libyen. Anfang der Woche hat der Streit über die Besetzung des Vorsitzes der dortigen Zentralbank dafür gesorgt, dass die libyschen Ölexporte eingebrochen sind und sich die Rohölproduktion ca. halbierte. Die beiden beteiligten rivalisierenden Fraktionen einigten sich nun darauf einen gemeinsamen Kandidaten zu wählen. Der Ölmarkt geht von einer erfolgreichen Einigung aus.

Nachdem Chinas neuster Einkaufsmanagerindex (PMI) für die Industrie Anfang dieser Woche ein Sechsmonatstief markierte, kommen auch negative Wirtschafsdaten aus den USA. Hier konnte sich der PMI von 46,8 im Juli 2024 auf 47,2 Punkte im August verbessern und damit das aktuelle Neunmonatstief hinter sich lassen. 50 Punkte markieren die Grenze zwischen Wachstum und Abschwung. Dies bedeutet, dass die Industrie in den beiden größten Volkswirtschaften der Welt seit Monaten schrumpft, was auch negativ auf die globale Ölnachfrage und damit preisdrückend wirkt. Zusätzlich sorgte die endende Fahrsaison, aufgrund der nachlassenden Nachfrage in den USA, für Ölpreisabwärtsdruck.

In der DACH-Region gaben die Heizölpreise heute Vormittag signifikant nach. In Österreich sanken sie im Schnitt zwar nur um 0,2 Cent pro Liter, in der Schweiz fielen sie dagegen im Schnitt um 0,75 Rappen und in Deutschland um 1,25 Cent. Trotz der generellen Abwärtsbewegung gibt es allerdings im Süden Deutschlands auch regionale Aufwärtsbewegungen. -fr-

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