Ölpreise sinken dank OPEC+

04.03.25 • 09:02 Uhr • HeizOel24 News • Fabian Radant

Die Ankündigung der OPEC+, tatsächlich mit dem im April geplanten Beginn der Rücknahme der Förderquotenkürzungen zu beginnen, sorgt für Abwärtsdruck am Ölmarkt. Zusätzlicher Abwärtsdruck entsteht durch die Erhöhung der Strafzölle auf chinesische Exporte und die Einführung von Strafzöllen auf kanadische und mexikanische Importe in die USA.

Der Euro stagniert weiterhin bei 1,04 Dollar, während die Ölpreise einem leichten Abwärtstrend folgen. Die Rohölsorten Brent und WTI werden derzeit mit 70 bzw. 67 Dollar pro Fass und ICE Gasoil mit 675 Dollar pro Tonne gehandelt.

Das Ölförderkartell OPEC+ hat seit 2022 seine Ölproduktion um 5,85 Mio. B/T reduziert. Dies entspricht ca. 5,7 Prozent des täglichen globalen Ölbedarfs und hatte das Ziel die Ölpreise künstlich auf einem möglichst hohen Niveau zu halten.
Seit ca. einem halben Jahr verschiebt das Kartell die graduelle Rücknahme von 2,2 Mio. B/T an freiwilligen Förderquotenkürzungen. Nach einem virtuellen Treffen am gestrigen Montag entschied das Bündnis allerdings mit der Rücknahme ab dem kommenden April zu beginnen. Zu beginn sollen 138.000 B/T mehr Rohöl durch Kartell gefördert werden und es behält sich die Option vor, die Förderung bei Bedarf wieder einzuschränken.

Weiterer Ölpreisabwärtsdruck entsteht durch die Einführung von US-amerikanischen Strafzöllen gegen Kanada und Mexiko, sowie eine Erhöhung der Strafzölle gegen chinesische Importe auf 20 Prozent. Die Strafzölle gegen Kanada und Mexiko betragen 25 Prozent, ausgenommen ist kanadisches Rohöl, auf das nur ein Zoll von zehn Prozent erhoben wird. Der Ölmarkt befürchtet nun einen anstehenden Handelskrieg, da sowohl Kanada als auch China bereits Gegenmaßnahmen angedroht haben. Ein solcher Handelskrieg dürfte sich negativ auf die globale Ölnachfrage auswirken.

Die gesunkenen Heizölpreise sorgen für einen sprunghaften Anstieg der Nachfrage auf das ca. Zweieinhalbfache des jahreszeitüblichen Niveaus. Die Nachfrage ist weiterhin groß und trotz relativ milder Temperaturen sind die Tanks in der DACH-Region derzeit nur zu rund 48 Prozent befüllt.
Während die Heizölpreise in Österreich und der Schweiz im Schnitt bisher nur um 0,05 Cent bzw. 0,25 Rappen pro Liter fielen, können sich Heizölinteressenten in Deutschland über einen Rückgang von durchschnittlich 1,10 Cent pro Liter freuen. Regional findet man dadurch in der Bundesrepublik bereits vereinzelte Angebote von weniger als 92 Cent pro Liter Heizöl. -fr-

HeizOel24-Tipp: Der Tankcheck geht mit einem digitalen Füllstandsmesser viel einfacher. Anstatt in den Keller zu gehen, reicht der Blick aufs Handy. HeizOel24

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