Ölpreise steigen massiv

13.06.25 • 10:11 Uhr • HeizOel24 News • Fabian Radant

Der israelische Angriff auf den Iran treibt die globalen Ölpreise massiv Aufwärts. Heizölinteressenten müssen heute Vormittag Aufpreise von bis zu 4,85 Cent bzw. Rappen pro Liter einplanen.

Der Euro wird derzeit mit 1,15 Dollar gehandelt und folgt einem moderaten Abwärtstrend, während die Ölpreise noch unter massivem Aufwärtsdruck stehen. Die Rohölsorten Brent und WTI knackten mit 73 bzw. 71 Dollar pro Fass jeweils die psychologisch wichtige 70-Dollar-pro-Fass-Marke. ICE Gasoil steigerte sich ebenfalls deutlich auf 676 Dollar pro Tonne.

Die heutigen Preisanstiege sind die höchsten innerhalb eines Handelstages, seit dem Angriff Russland auf die Ukraine. Israel griff Militärstützpunkte, Raketenfabriken und Atomanlagen des Irans an. Ziel Israel ist es zu verhindern, dass der Iran Atomwaffen herstellen und nutzen kann. Der Iran konterte mit einem massiven Drohnenangriff.
Israel bezeichnet den Erstschlag als existentielle Notwendigkeit. Unteranderem droht der Iran Israel seit Jahrzehnten mit der Auslöschung. Die USA wiederum prognostizierten den Angriff vor rund anderthalb Wochen. Hintergrund war das sich abzeichnende Scheitern der Verhandlungen zu einem neuen Atomabkommen zwischen den USA und dem Iran. Die USA verlangen vom Iran, dass dieser sein Atomprogramm komplett aufgibt, da dies potentiell für die Herstellung von Atomwaffen genutzt werden kann. Der Iran gab offiziell an, dass sein Atomprogramm rein zivil genutzt wird. Auf der anderen Seite verkündete der Iran nach dem Angriff Israels, dass dieser zeigt, warum der Iran seine Forschung im Atom- und Raketenbereich vorantreiben muss.
Die USA gaben an nicht in den israelischen Angriff verwickelt zu sein und warnen den Iran vor Angriffen auf US-amerikanische Einrichtungen und Personal in der Region.
Viele Ölmarktbeobachter gehen davon aus, dass es noch zu früh ist, einzuschätzen, ob und wie sich der israelische Angriff auf den Iran auf die globale Ölversorgung auswirkt. Der Iran ist ein relativ großer Rohölexporteur und könnte durch die israelischen Angriffe in dieser Funktion eingeschränkt werden. Relevanter ist allerdings, dass der Iran die Meerenge von Hormus kontrolliert. Über diese exportieren andere große Ölproduzenten aus dem Nahen Osten, wie Saudi-Arabien und der Irak, ihre Ware in die Welt. Der Iran sperrte diese schon früher, um seine eigene Verhandlungsposition zu stärken und könnte damit starken Ölpreisaufwärtsdruck verursachen.

Im Zuge des israelischen Angriffes stieg die Heizölnachfrage heute Morgen zeitweise auf das Siebzehnfache des jahreszeitüblichen Niveaus und liegt auch kurz vor der Mittagszeit noch über dem Dreifachen des üblichen Wertes. Die Anzahl der auf HeizOel24 nach einem passenden Angebot suchenden Interessenten liegt ebenfalls bei mehr als dem Sechsfachen des jahreszeitüblichen Niveaus.
Heizölinteressenten müssen derzeit ein Plus von im Schnitt 1,7 Cent pro Liter in Österreich, 3,75 Rappen in der Schweiz und 4,85 Cent in Deutschland einplanen.
Da die Ölpreise, trotz des sich haltenden Aufwärtstrend an den Börsen, im Vergleich zu heute Vormittag etwas gefallen sind, könnten Heizölinteressenten auf eine Abwärtskorrektur spekulieren. Da der Angriff Israels allerdings der Zweite auf den Iran in diesem Jahr ist, scheint eine Entspannung fraglich zu sein. -fr-

HeizOel24-Tipp: Das Eskalationsrisiko im Nahen Osten kann einen Heizölkauf sinnvoll machen. In der finanziell angespannten Lage der letzten Jahre haben viele Heizölnutzer allerdings nicht genug Geld zur sofortigen Zahlung zur Verfügung. Mit dem Ratenkauf können Sie sich dennoch vor noch weiter steigenden Preisen absichern und den Betrag auf einen Zeitraum Ihrer Wahl verteilen. HeizOel24

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